Nachrichten

Unser Gehirn befindet sich im ständigen Selbstgespräch. Diese interne Kommunikation wird fortwährend durch äußere Reize beeinflusst. Dabei müssen aktuelle Sinneswahrnehmungen und laufende Hirnaktivität aufeinander abstimmt werden. Ein Forschungsteam der Neurowissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat herausgefunden, wie der Botenstoff Serotonin diese Prozesse im Gehirn reguliert.

Alte und pflegebedürftige Menschen bekommen derzeit besonders stark die einschneidenden Folgen der Corona-Pandemie zu spüren: Zum einen gehören sie zur größten und am stärksten durch das Virus gefährdeten Risikogruppe. Zum anderen sind vor allem die Bewohner sozialer Einrichtungen wie Senioren- oder Pflegeheimen zwangsläufig von tiefgreifenden Hygienemaßnahmen betroffen: Besuchsverbote, Quarantäne und die Absage von Veranstaltungen und Betreuungsangeboten sind dringend notwendig, denn in vielen Fällen hat sich gezeigt, dass sich eine Virus-Erkrankung gerade in stationären Einrichtungen zur tödlichen Gefahr entwickeln kann.

Morbus Parkinson ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der unter anderem Nervenzellen (Neurone) einer bestimmten Hirnregion absterben. Diese Krankheit schreitet chronisch fort. Wissenschaftler*innen des Studienbereichs Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) forschen über Folgen dieser Erkrankung und Studierende lernen, sie zu behandeln.

In 50 Arztpraxen, 16 Zahnarztpraxen, vier KZVen und einem Krankenhaus wird schon bald der neue Kommunikationsstandard KIM (Kommunikation im Medizinwesen) getestet. Nachdem die CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) die für den Feldtest von KIM notwendige Zulassung durch die gematik erhalten hat, haben in der vergangenen Woche die notwendigen Installationsarbeiten in den teilnehmenden Einrichtungen begonnen. Im Rahmen des Feldtests wird unter anderem der Austausch von sicheren und signierten elektronischen Arztbriefen zwischen den verschiedenen Einrichtungen erprobt.

Zwei Patienten aus den Niederlanden mit einer COVID-19-Erkrankung wurden heute im BG Universitätsklinikum Bergmannsheil aufgenommen. Sie wurden zuvor in niederländischen Krankenhäusern behandelt und sind heute mit einem speziellen Intensivtransportmobil (MedCareProfessional) ins Bochumer Bergmannsheil verlegt worden.

Das erste Treffen des interdisziplinär besetzten Fachbeirates zum Forschungsprojekt ‚Heb@AR – Augmented Reality (AR) gestütztes Lernen in der hochschulischen Hebammenausbildung‘ fand am 1. April 2020 virtuell statt. Das interprofessionelle Projektteam setzt sich aus neun Forscher*innen der Hochschule für Gesundheit in Bochum (Studienbereich Hebammenwissenschaft), der Ruhr-Universität Bochum (Zentrum für medizinische Lehre) und der Hochschule Emden/Leer (Human-Computer Interaction) zusammen.

Eines war schon immer klar: Linkshänder sind seltener als Rechtshänder. Aber wie viele Menschen wirklich die linke Hand bevorzugen, ist erst jetzt geklärt: 10,6 Prozent beträgt die Linkshänder-Quote. Das ergab die weltgrößte Untersuchung zu diesem Thema, in der ein Forschungsteam der Universitäten St. Andrews, Athen, Oxford, Bristol und Bochum Studien zur Händigkeit von insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen auswertete. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift Psychological Bulletin vom 2. April 2020 veröffentlicht.

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. sorgt sich um den Gesundheitsschutz und die Zukunft der von ihm vertretenen Berufsangehörigen und besonders der mehr als 600.000 Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten (MFA und ZFA). „Deshalb haben wir uns gestern in einem dringenden Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie an die Ministerpräsident(inn)en und Gesundheitsminister/innen der Bundesländer gewendet“, erklärt Hannelore König, 1. Vorsitzende im geschäftsführenden Vorstand.

Das Bochumer Medizintechnik-Unternehmen Innovative Tomography Products GmbH (ITP) spendet dem Gesundheitsamt der Stadt Bochum 1000 Mundschutzmasken.

An der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) werden im Laufe des Monats April Freiwillige geschult, um sie in der Zeit der COVID-19-Pandemie auf einen Einsatz in der Versorgung von Pflegebedürftigen vorzubereiten. In Absprache mit der Stadt Bochum wird das Department für Pflegewissenschaft (DPW) der hsg Bochum zweitägige Kurzschulungsangebote in den Räumen der hsg Bochum anbieten, um pro Termin 24 Personen in Kleingruppen zu schulen. Diese Freiwilligen, die einen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten möchten, können sich auf der Online-Plattform der Stadt Bochum www.bochum.de/pflegeschulung ab jetzt anmelden.

Das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil bereitet sich weiter auf steigende Zahlen von Patienten vor, die infolge einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 erkrankt sind. Durch die interne Reorganisation von Stationsbereichen hat die Klinik ihre intensivmedizinischen Kapazitäten von 42 auf aktuell 77 Betten aufgestockt. An allen 77 Behandlungsplätzen stehen Beatmungsgeräte bereit, um Patienten mit COVID-19-Erkrankung und schwerem Verlauf bestmöglich versorgen zu können.

Die Corona-Pandemie erfasst zunehmend alle Lebensbereiche. Für viele Arbeitgeber wird es zusehends schwierig, die Abgabenzahlungen für ihre Beschäftigten aufzubringen. Die Knappschaft-Bahn-See hilft allen von der Pandemie betroffenen Arbeitgebern mit Zahlungsproblemen unbürokratisch und räumt Zahlungsaufschübe oder Ratenzahlungen ein. Dies gilt sowohl für Arbeitgeber, die bereits eine Stundung der Beitragszahlung beantragt haben, als auch für diejenigen, die sich erst nach Erhalt der Zahlungsaufforderung mit der KNAPPSCHAFT bzw. Minijob-Zentrale in Verbindung setzen.

Es war ursprünglich als Treffen im Senatssaal im Gebäude der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) geplant. Doch das diesjährige Konsortialtreffen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojektes THERESIAH (Digitales Therapiesystem für hochgradig Hörgeschädigte) fand aufgrund der aktuellen Situation in Zeiten der Corona-Pandemie online statt.

Die gegenwärtige Situation um die Corona-Pandemie ist eine nie da gewesene Herausforderung für alle. Die Kliniken bereiten sich unter Hochdruck auf eine Vielzahl von schwer erkrankten Corona-Patienten vor. Um den Patientenfluss bereits vor Betreten der Klinik in Covid-19-Verdachtsfälle und Nicht-Verdachtsfälle einteilen und so eine frühzeitige Risikodifferenzierung vornehmen zu können, hat das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum eine „vorgelagerte Notaufnahme“ eingerichtet.

Zu Hause bleiben, soziale Kontakte zurückfahren, Abstand halten: Die Corona-Krise macht vor niemandem Halt. Mit einer Online-Befragung will das Team der Arbeitsgruppe Psychologische Methodenlehre der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Susanne Bücker die persönlichen und sozialen Auswirkungen des neuartigen Corona-Virus untersuchen. Wer mitmachen möchte, findet alle Infos online.

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) erwartet zwei italienische Corona-Patienten zur Weiterbehandlung. Sie werden mit der Bundeswehr zum Flughafen Köln-Bonn gebracht. Die Ankunft soll morgen erfolgen. Anschließend werden die Patienten mit einem Spezialfahrzeug, das eine Intensivstation an Bord hat, unter Federführung der Bochumer Feuerwehr in die Universitätsklinik St. Josef-Hospital gebracht. Mit ihrem Eintreffen in Bochum wird im Laufe des morgigen Tages (28. März) gerechnet.

Mit einer kurzfristigen Investition von mehr als 2,5 Millionen Euro rüsten die Knappschaft Kliniken ihre Stationen für die bestmögliche Versorgung von an COVID-19 erkrankten Patienten auf.

Um aus den verbundweit bisher etwa 200 Intensivbetten 400 zu machen, sind einige Anpassungen notwendig. Die meisten Mittel fließen dabei in 80 Langzeit-Beatmungsgeräte zweier Hersteller.

Die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands befinden sich derzeit in einem extremen Ausnahmezustand: Angst vor Ansteckung, kein öffentliches Leben mehr, Isolation auf engem Raum, existenzielle Sorgen, ungewisse Perspektiven – die Corona-Krise bereitet auf einmal sehr vielen Menschen außerordentlichen Stress. Dies kann sich zeigen in Symptomen wie Nervosität, innere Unruhe, Gedankenrasen, Schlafstörungen, Panik, Unwirklichkeits- und Schwindelgefühle, Niedergeschlagenheit, Erschöpfungszustände, aber auch in der Zunahme von zwischenmenschlichen Konflikten oder Suchtverhalten.

Der vom Bundesgesundheitsministerium eingerichtete health innovation hub (hih) befasst sich aktuell intensiv mit digitalen Unterstützungsmöglichkeiten zu Zeiten der Corona-Krise.