
Neue Erkenntnisse zu seltener Muskelerkrankung ausgezeichnet
Bergmannsheil-Neurologe PD Dr. Felix Kleefeld erhält Felix-Jerusalem-Preis 2026
PD Dr. Felix Kleefeld aus dem BG Universitätsklinikum Bergmannsheil wurde mit dem 1. Felix-Jerusalem-Preis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. (DGM) ausgezeichnet. Der Oberarzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Tobias Ruck) erhielt die Auszeichnung für seine Forschungsarbeit zur Einschlusskörpermyositis (IBM), einer seltenen, fortschreitenden Muskelerkrankung, bei der die Muskelkraft nach und nach verloren geht. Bislang steht für diese Krankheit keine heilende Therapie zur Verfügung.
Seine in der Fachzeitschrift „Brain“ veröffentlichte Studie zeigt, dass bereits in einer frühen Krankheitsphase Schäden an den Mitochondrien auftreten. Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ der Muskelzellen, sie stellen Energie für die Muskelzellen bereit. Bei der Erkrankung kann mitochondriales Erbmaterial (DNA) freigesetzt werden und eine Immunreaktion auslösen. Die Ergebnisse der Studie tragen zu einem besseren Verständnis der Krankheitsentstehung bei und könnten neue Ansatzpunkte für eine frühzeitige, gezielte Behandlung eröffnen.
Der Felix-Jerusalem-Preis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. Er soll der Förderung der Forschung auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen im deutschsprachigen Raum dienen.
Weitere Informationen:
https://www.dgm.org/forschung/forschungspreise


