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Projektleiterin PD Dr. Christina Scheel

Neues Forschungsprojekt: Wenn Hautkrebszellen sich für das Immunsystem unsichtbar machen

Hiege-Stiftung fördert Melanom-Forschung an der Universitätsklinik für Dermatologie am St. Josef-Hospital Bochum mit 49.500 Euro

Moderne Immuntherapien haben die Behandlung des schwarzen Hautkrebses (malignes Melanom) grundlegend verbessert – doch längst nicht alle Patientinnen und Patienten sprechen darauf an. Ein neues Forschungsprojekt an der Universitätsklinik für Dermatologie am St. Josef-Hospital will besser vorhersagen, wer von einer Immuntherapie profitiert. Gefördert wird das Vorhaben mit 49.500 Euro von der Hiege-Stiftung – der Deutschen Hautkrebsstiftung, die seit 2006 in Erinnerung an die früh an einem Melanom verstorbene Fleur Hiege neue Ansätze in der Hautkrebsforschung unterstützt.

Bisher stützt sich die Einschätzung vor allem darauf, wie stark das Immunsystem einen Tumor bereits angreift und wie „auffällig“ der Tumor für die Immunabwehr ist. Das Projekt von PD Dr. med. Christina Scheel nimmt eine dritte, bislang kaum beachtete Eigenschaft in den Blick: Melanomzellen können ihren Charakter verändern und dabei genau die Merkmale verlieren, an denen das Immunsystem sie erkennt – sie machen sich gewissermaßen unsichtbar.
Im Projekt wird an bereits vorhandenem Tumorgewebe ein Test-Panel entwickelt, das diese drei Eigenschaften erstmals gemeinsam erfasst. Ziel ist eine verlässlichere Entscheidungsgrundlage dafür, welche Patientinnen und Patienten von einer Immuntherapie profitieren und für welche andere Wege sinnvoller sein könnten. Die Studie ist als Pilotprojekt angelegt und soll die Basis für eine größere, klinikübergreifende Untersuchung schaffen.