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COVID-Antikörper-Studie unter 3000 Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet

Bochumer Universitätskinderklinik startet mit CorKID eine der bundesweit größten Untersuchungen ihrer Art

Die Corona-Krise hält die Wissenschaftler weltweit in Atem. Dies gilt nicht nur für Impfstoffe und Medikamente, sondern in zunehmendem Maße für die Frage, wie stark Kinder betroffen sind und in welchem Umfang sie die Infektion weitergeben. In Deutschland ist dazu ein heftiger Streit unter führenden Virologen entbrannt.

Vor diesem Hintergrund hat die Universitätskinderklinik Bochum (Direktor: Prof. Thomas Lücke) in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten im Ruhrgebiet, dem Institut für Humangenetik, dem Institut für Virologie und der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Ruhruniversität Bochum unter dem Titel CorKID ein umfangreiches Forschungsprojekt angestoßen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 566.000 Euro gefördert.

Untersucht werden 3000 Kinder im Ruhrgebiet. Dies ist in Nordrhein-Westfalen die erste Studie ihrer Art und auch bundesweit eine der größten. „Wir wollen Erkenntnisse gewinnen, wie weit sich die Infektion bereits unter Kindern verbreitet hat und noch verbreiten wird“, betont Dr. Folke Brinkmann, Oberärztin und kommissarische Leiterin der Abteilung Pädiatrische Pneumologie der Bochumer Universitätskinderklinik. „Wir werden Antikörper bestimmen und auf diese Weise testen, ob die Kinder und Jugendlichen die Infektion schon durchgemacht haben.“ Die Ergebnisse der Studie sollen auch Aufschluss darüber geben, wie groß das Risiko in Schulen und Kindergärten für alle Beteiligten ist.

Eltern, die mit ihrem Kind eine U-Untersuchung durchführen, wird in den Praxen angeboten, einen Fragebogen zu bisherigen Infekten ihres Kindes und bisherigen COVID-Risiko auszufüllen. Dann wird ein Antikörper-Test durchgeführt. Sollten im Blut des Kindes keine Antikörper gegen COVID nachweisbar sein, kann der Test zu einem späteren Zeitpunkt zur Überprüfung wiederholt werden. Im Abstand von mehreren Monaten werden die Familien zudem nach weiteren Beschwerden ihres Kindes befragt. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Studie unter https://CorKid.de/ zu finden.