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Außenansicht des neuen Ersatzbettenhauses, Bildnachweis: Volker Daum/Bergmannsheil

Bergmannsheil eröffnet Ersatzbettenhaus

115 neue Behandlungsplätze in attraktivem und modernem Ambiente stehen jetzt im BG Universitätsklinikum Bergmannsheil zur Verfügung. Die Klinik hat in diesen Tagen ihr neues Ersatzbettenhaus fertiggestellt.

Das neue Gebäude entstand zwischen Juni 2018 und März 2019 und kostet rund 17 Mio. Euro. Es enthält drei Stationen für querschnittgelähmte Patienten sowie eine Station für neurologische Patienten und Schmerzpatienten. Das Bergmannsheil benötigt das Ersatzbettenhaus, um nach dem Ausfall des brandgeschädigten Bettenhauses 1 im Herbst 2016 zusätzliche Bettenplätze anbieten zu können. Die offizielle Einweihung des Gebäudes findet am 8. März mit rund 100 geladenen Gästen statt.

„Zurück zu voller Stärke“

„Mit dem Neubau kehrt das Bergmannsheil zu voller Stärke zurück“, sagt Geschäftsführerin Dr. Tina Groll. „Das Ersatzbettenhaus schafft dringend benötigte Kapazitäten, damit wir wieder mehr Patienten eine hochspezialisierte Versorgung ermöglichen können.“ Vor allem Menschen, die einen Arbeits- oder Wegeunfall erlitten haben oder berufsbedingt erkrankt sind, werden in dem Neubau behandelt. „Aus unserem Versorgungsauftrag als BG Klinik leitet sich die Verpflichtung ab, die Heilung und Rehabilitation dieser Patienten in bestmöglicher Weise zu fördern“, erklärt Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, Ärztlicher Direktor des Bergmannsheils. „Dank des großzügigen Zimmerzuschnitts, der modernen Ausstattung und der separaten Therapieräume bietet das Gebäude hervorragende Voraussetzungen für eine optimale und fachübergreifende Versorgung.“

Überwachungseinheiten für Beatmungspatienten

Das Ersatzbettenhaus enthält vier Geschosse und bietet Platz für bis zu 115 Patienten. Im Erdgeschoss sowie in den Obergeschossen 1 und 2 befinden sich drei Stationen für rückenmarkverletzte Patienten. Jede dieser Stationen bietet 26 Behandlungsplätze in Ein- und Zweibettzimmern. Das dritte Obergeschoss ist für die Versorgung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, für BG-Patienten mit besonderen neurologischen Problemen und Schmerzpatienten vorgesehen. Hier stehen Ein-, Zwei- und Dreibettzimmer mit insgesamt 37 Behandlungsplätzen zur Verfügung. Alle Zimmer sind modern und komfortabel gestaltet. Als technologisches Highlight sind alle Stationen mit Arrhythmieanlagen und Monitoreinheiten ausgestattet. Wie auf einer Intensivstation können damit wichtige Vitalparameter und Messdaten erhoben werden, die für die Überwachung von beatmeten und teilbeatmeten Patienten erforderlich sind.

Therapieräume auf den Stationen

„Auch unsere Mitarbeiter freuen sich über die hochmoderne Arbeitsumgebung in dem neuen Gebäude“, sagt Pflegedirektor Peter Fels. „Mit der Inbetriebnahme verstärken wir unser Team: Wer als Pflegefachkraft mit speziellem Know-how in der Versorgung von rückenmarkverletzten, chirurgischen oder neurologischen Patienten eine attraktive Berufsperspektive sucht, der findet sie bei uns im Bergmannsheil.“ Im neuen Bettenhaus stehen auch großzügige Aufenthalts- und Therapieräume zur Verfügung: Darin können Physio- und Ergotherapeuten die Patienten direkt auf der Station behandeln. Somit können medizinische, pflegerische und therapeutische Maßnahmen sehr eng miteinander verzahnt werden. In den nächsten Tagen werden die neuen Stationen sukzessive bezogen und für die Patientenversorgung eröffnet. Mit den neuen Kapazitäten wird das Bergmannsheil perspektivisch wieder über rund 700 stationäre Behandlungsplätze verfügen können.