Nachrichten

Der Studienbereich Physiotherapie der hsg Bochum unterstützt die Briefaktion des BSSR. Foto: hsg Bochum

Studienbereich Physiotherapie unterstützt Briefaktion

Der Studienbereich Physiotherapie im Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) unterstützt die Briefaktion des BundesSchüler- und StudierendenRats (BSSR) im Deutschen Verband für Physiotherapie, in der seit Mitte August 2019 die ‚hochschulische Regelausbildung im Bereich Physiotherapie „jetzt“ gefordert wird.

Die Unterzeichner*innen der Aktion kritisieren unter anderem, dass ihre „Bestrebungen für eine notwendige und machbare Akademisierung der Physiotherapie keine Beachtung finden“. Sie fordern in dem Brief ein primärqualifizierendes Studium auf Hochschulniveau für die gesamte Berufsgruppe, eine Novellierung des Berufsgesetzes, welches unter anderem eine Übergangsregelung bezüglich eines Auslaufmodells der berufsfachschulischen Ausbildung bis 2030 enthält sowie bessere Arbeitsbedingungen und einen deutlichen Vergütungsanstieg.


„Seit Herbst 2010 bieten wir an der Hochschule für Gesundheit in Bochum den grundständigen, primärqualifizierenden Bachelor-Studiengang Physiotherapie an und schicken Absolvent*innen in den Arbeitsmarkt, die wissenschaftlich reflektierte Praktiker*innen sind. Seit Jahren fordern wir die Politik auf, den Modellstudiengang nun endlich in den Regelbetrieb zu überführen. Es muss jetzt gehandelt werden“, erklärte Prof. Dr. Christian Grüneberg, der den Studienbereich Physiotherapie an der hsg Bochum leitet und aufgebaut hat.

Grüneberg: „Die zukünftige Gesundheitsversorgung erfordert zunehmend eine Anpassung von Qualifikationen, um den anspruchsvollen und komplexer werdenden Tätigkeitsfeldern in der Gesundheitsversorgung gerecht zu werden. Deutschland bietet als letztes europäisches Land keine grundständige akademische Ausbildung für Physiotherapeut*innen an. Um auch Patient*innen in Deutschland besser und sicherer durch evidenzbasiertes Arbeiten in Diagnostik, Therapie und Forschung versorgen zu können, ist ein primärqualifizierendes Studium mit entsprechender Novellierung des Berufsgesetzes nach Meinung des Studienbereiches Physiotherapie an der Hochschule für Gesundheit zwingend notwendig.

Die wissenschaftliche Beweislage dafür, dass der Mehrwert einer akademischen Ausbildung die Versorgung der Patient*innen verbessert, sei ausreichend, fügte der Physiotherapieprofessors Grüneberg hinzu. Stattdessen halte der Bundesgesundheitsminister an klassischen Strukturen und einem Mythos fest, für den es keine empirische Beweislage gebe. Dies verhindere eine bessere Versorgung der Patient*innen in Deutschland.

Um zu verdeutlichen, dass die Wissenschaftler*innen und Lehrenden des Studienbereichs Physiotherapie die Briefaktion des BSSR unterstützen, stellten sie sich für ein Gruppenbild mit Briefen der Aktion vor dem Leitbild der hsg Bochum zusammen. Alle Unterstützer*innen der Aktion können den Brief unterschreiben und an den Bundesgesundheitsminister senden.

 

Pressekontakt:hsg Bochum · Hochschule für Gesundheit - University of Applied Sciences, Gesundheitscampus 8, 44801 Bochum, Pressesprecherin Dr. Christiane Krüger, T +49 234 77727 - 124, M +49 151 27526542, Mail: Christiane.Krueger(at)hs-gesundheit.de, Web: www.hs-gesundheit.de, hsg-magazin, Facebook, Twitter, Instagram