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Neuer MRT bietet Patienten zusätzlichen Komfort

Schnellere Untersuchungen, hochpräzise Aufnahmen, mehr Komfort für den Patienten und neue Anwendungsmöglichkeiten: Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) investiert in seiner Radiologie im St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) in einen neuen Magnetresonanz-Tomografen (MRT), 3Tesla.

Um das acht Tonnen schwere Gerät unterzubringen, wurde auf dem Klinikgelände ein eigener Anbau erstellt. Der MRT von Siemens Healthineers wurde am 27. September geliefert und geht Mitte Oktober in Betrieb.

Spezielle Sensoren messen automatisch den Atemverlauf und sparen Wiederholungsscans ein. Dadurch kann die MRT-Aufnahme um bis zu 30 Prozent schneller erfolgen. Zusätzlicher Komfort ergibt sich auch dadurch, dass die Patienten mehr Platz haben als bei herkömmlichen Geräten. Der Raum, in dem das neue Gerät laufen wird, hat ein Tageslichtfenster und sorgt für ein angenehmes Untersuchungsumfeld.

Geliefert werden Behandlungsergebnisse in hoher Qualität. Durch ausgefeilte Technologien, die die Positionierung des Patienten auf Knopfdruck genau bestimmen und Arbeitsabläufe vom Start des Scans bis zur Qualitätskontrolle automatisieren, entstehen Bilder in hoher Präzision und Auflösung. Schwerpunktmäßig profitieren davon Patienten mit Gehirn- und Rückenmarkserkrankungen sowie Mittel- /Innenohrerkrankungen, da selbst kleinste krankhafte Veränderungen sichtbar gemacht werden können.

Ferner ermöglicht das System hochqualitative Aufnahmen auch von Patienten mit Herzrhythmus-Störungen, Adipositas oder Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes den Untersuchungsablauf nicht aktiv unterstützen können. Möglich werden zum Beispiel Untersuchungen der Leber, ohne dass der Patient den Atem anhalten muss. Vereinfacht werden auch Ganzkörperuntersuchungen, die u.a. für onkologische Patienten sehr wichtig sind. Durch besondere Hard- und Software wird zudem erreicht, dass anspruchsvolle Forschungen in Angriff genommen werden können.

„Der Scanner ermöglicht eine hochpräzise Positionierung, geht damit auf individuelle Unterschiede der Patienten ein und erhöht damit die Vergleichbarkeit der Aufnahmen“, sagt Prof. Nasreddin Abolmaali, Direktor der Universitätsklinik für Radiologie im St. Josef-Hospital. „Durch die exzellente und detailreichere Bildgebung des neuen Scanners, gepaart mit der Anwendung künstlicher Intelligenz, setzen wir als Neuroradiologen neue Maßstäbe im Bereich der diagnostischen Möglichkeiten von Gehirn-, Innenohr- und Rückenmarkserkrankungen“, ergänzt Prof. Carsten Lukas, Chefarzt des Instituts für Neuroradiologie.