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LWL-Universitätsklinikum Bochum bietet Krisenintervention am Telefon an

Die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands befinden sich derzeit in einem extremen Ausnahmezustand: Angst vor Ansteckung, kein öffentliches Leben mehr, Isolation auf engem Raum, existenzielle Sorgen, ungewisse Perspektiven – die Corona-Krise bereitet auf einmal sehr vielen Menschen außerordentlichen Stress. Dies kann sich zeigen in Symptomen wie Nervosität, innere Unruhe, Gedankenrasen, Schlafstörungen, Panik, Unwirklichkeits- und Schwindelgefühle, Niedergeschlagenheit, Erschöpfungszustände, aber auch in der Zunahme von zwischenmenschlichen Konflikten oder Suchtverhalten.

Psychotherapeutische Krisenintervention ist gerade jetzt sehr gefragt. Das LWL-Universitätsklinikum Bochum mit seinen beiden Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin (Klinikdirektor: Prof. Georg Juckel) sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Klinikdirektor Prof. Stephan Herpertz) reagiert auf die aktuelle Situation und bietet ab sofort für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bochum sowie der umliegenden Städte ab sofort eine Telefon-Hotline an mit dem Ziel, mit Hilfe von entlastenden Gesprächen akute psychische Krisen zu bewältigen.

Die Betroffenen bzw. Angehörigen, die im LWL-Universitätsklinikum anrufen, erhalten das Angebot, dass eine erste orientierende Beratung kostenfrei erfolgt. Es wird um Verständnis gebeten, dass für vertiefende therapeutische Gespräche am Telefon dann die Angaben der jeweiligen Krankenkasse erfragt werden. Die Ärzte und Psychologen des Klinikums weisen dringend darauf hin, dass individuelle medizinische Fragestellungen zu Corona-spezifischen Inhalten wie Infektionsrisiken und Behandlungsmöglichkeiten nicht beantwortet werden können. Hierfür wenden sich Betroffene an ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt.

Menschen in psychisch akuten Krisen rufen die Telefon-Hotline des LWL-Universitätsklinikums an:

Telefon-Hotline: 0234 5077-4567

Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr