Nachrichten

Die hsg Bochum sucht Menschen mit Knie- und/oder Hüftarthrose für ein Trainingsprogramm, Foto: hsg Bochum/Jürgen Nobel

hsg Bochum sucht Menschen mit Knie- und/oder Hüftarthrose

Teilnahme an Trainings- und Beratungsprogramm

Weltweit die häufigste Gelenk-Erkrankung ist die Arthrose, eine Abnutzung oder ein Verschleiß des Gelenks. In Deutschland sind bei den Personen ab 65 Jahren knapp die Hälfte der Frauen und knapp ein Drittel der Männer von Arthrose betroffen - mit steigender Tendenz. Global gesehen, stellt die Hüft- und Kniegelenksarthrose eine der führenden Ursachen von körperlicher Beeinträchtigung dar.

Ein Projektteam mit Mitarbeiter*innen aus dem Studienbereich Physiotherapie und Master-Studierenden der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) sucht bis zum 1. Oktober 2019 Menschen mit Knie- und/oder Hüftarthrose, die Interesse an einem individualisierten Trainings- und Beratungsprogramm im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie haben. Die Studie wird ab Mitte September 2019 im Interprofessionellen Gesundheitszentrum (InGe) der hsg Bochum durchgeführt, um die Machbarkeit und die Effekte des Programms zu analysieren.

Zur Teilnahme eingeladen sind Menschen, bei denen eine diagnostizierte Knie- und/oder Hüftarthrose vorliegt, die im Falle der Kniearthrose mindestens 38 Jahre oder im Falle der Hüftarthrose mindesten 50 Jahre alt sind und die keinen Gelenkersatz im betroffenen Gelenk haben oder demnächst erhalten werden. Potenzielle Teilnehmer*innen sollten bereit sein, über acht Wochen ab Mitte September 2019 regelmäßig zwei Mal pro Woche anderthalb bis zwei Stunden in den Räumlichkeiten der hsg Bochum in Untersuchung, Training und Beratung zu investieren und so zum Gelingen der Studie beizutragen.

Teilnahmeinteressierte können gerne zu einem von drei Informationsabenden ins InGe der hsg Bochum kommen, die am 10. September 2019 um 19.00 Uhr, am 25. September 2019 um 18.30 Uhr und am 1. Oktober 2019 um 17.00 Uhr stattfinden.

Wie stark die durch Arthrose hervorgerufenen Beschwerden sind, hängt anders als früher angenommen, nicht allein vom Abbau des Gelenkknorpels ab. „Entscheidend für die Beschwerden und die Lebensqualität der Betroffenen sind vielmehr auch der Zustand der gelenkumgebenden Muskulatur und die Fähigkeit, Alltagsbewegungen gut steuern zu können“, erläuterte Dr. Christian Thiel, Professor für Physiotherapie an der hsg Bochum mit dem Schwerpunkt ‚Training und Therapie/Prävention‘. „Des Weiteren spielt die Entwicklung geeigneter Strategien im Umgang mit arthrosebedingten Schmerzen eine wichtige Rolle“, ergänzte Franziska Weber, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studienbereich Physiotherapie in dem Projektteam mitwirkt.

„Auf dieser Basis haben sich die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Entsprechende individualisierte Trainings- und Beratungsprogramme zeigen in neuen Studien vielversprechende Ergebnisse“, so Physiotherapie-Professor Dr. Christian Grüneberg.

Bei weiteren Fragen steht Franziska Weber unter der Telefonnummer +49 (0) 234 77727-692 oder per Mail unter franziska.weber(at)hs-gesundheit.de gerne zur Verfügung. Weitere Informationen und detaillierte Angaben, inwiefern dieses Angebot für sie geeignet ist, finden Interessierte unter www.hs-gesundheit.de/inge.