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Die Befragungen können am Smart-Phone oder anderen Endgeräten bei einer Tasse Kaffee oder Tee beantwortet werden, länger dauert es nicht. Foto: hsg

hsg Bochum ruft auf, an Online-Befragungen teilzunehmen

Die Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) führt zu verschiedenen Themen Befragungen durch, die im Zusammenhang mit den aktuellen Herausforderungen durch das Corona-Virus stehen. Sie lädt Interessierte ein, sich an den Online-Befragungen zu beteiligen, von denen jede einzelne höchstens sechs Minuten dauert. Zu finden sind die aktuell drei Befragungen online in der so genannten ‚DiPS_Corona – Themenzentrale‘, wobei DiPS die Kurzfassung für ‚Lab für digitale Methoden partizipativer Sozialraumanalyse‘ ist.

Das Department of Community Health der hsg Bochum hat diese Befragungen entwickelt, um wissenschaftliche Erkenntnisse über Themen wie beispielsweise Alltagsmobilität und psychische Gesundheit mit einer Methode zu erhalten, die die Sichtweisen der Bevölkerung oder einer bestimmten Bevölkerungsgruppe miteinschließt.

„Wir haben zum Start der Themenzentrale drei Befragungen eingestellt, eine Befragung zum Thema Alltagsmobilität, eine zum Thema ‚psychische Gesundheit‘ und eine dritte, die sich an das Fachpersonal richtet, welches mit Menschen mit Behinderung arbeitet“, erklärte Dr. habil. Heike Köckler, Professorin für Sozialraum und Gesundheit an der hsg Bochum. Sie hatte das DiPS-Lab beispielsweise bereits für eine Lärmbefragung in Bochum genutzt.

Köckler: „Diese drei Befragungen werden erst einmal bis auf Weiteres aktiv sein. Wir würden uns freuen, wenn sich viele Bürger*innen daran beteiligen. Es dauert ja nicht lange und hilft uns, herauszufinden, wie sich zum Beispiel die tägliche Mobilität verändert hat und wie die Bevölkerung diese Veränderungen bewertet. Die Ergebnisse der Befragungen werden wir dann in unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse einbeziehen und in dieser Weise werden sie auch im Rahmen der Politikberatung an die Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung weitergegeben.“

Im Rahmen der kurzen Umfrage ‚Psychische Gesundheit‘ haben Bürger*innen die Möglichkeit, neue Erkenntnisse und Interventionen zum Thema ‚COVID-19-Pandemie und psychisches Wohlbefinden‘ zu unterstützen.

„Seit Beginn des Corona-Lockdowns haben wir viele Veränderungen in sozialen, beruflichen, familiären und ökonomischen Sphären erlebt. Das hat nicht selten zu verschiedenen Herausforderungen geführt. Wir interessieren uns dafür, wie es den Menschen individuell ergangen ist und aktuell geht, was hat sich für sie eventuell emotional und mental verändert und wie können sie damit umgehen? Nicht selten werden – vor allem auch bei physischen Krankheiten – den psychischen Aspekten und dem psychischen Wohlbefinden der Menschen zunächst weniger Beachtung geschenkt. Umso wichtiger ist es, in krisenhaften Zeiten unser psychisches und soziales Wohlbefinden mit in den Blick zu nehmen“, sagte Dr.  Anna Mikhof, Professorin für Gesundheitspsychologie über die Lebensspanne an der hsg Bochum, die die Befragung verantwortet.

Die dritte Befragung richtet sich an das Fachpersonal, das die aktuelle Situation von Menschen mit Beeinträchtigungen beziehungsweise mit Behinderungen im Zusammenhang der Covid-19-Pandemie einschätzen kann. Hier stehen Personen, die in ihrer professionellen Tätigkeit mit Risikogruppen in Kontakt sind, wie beispielsweise Fachkräfte im Bereich der Behindertenhilfe, in Gesundheits- und Rehabilitationseinrichtungen oder in Beratungsstellen, vor besonderen Problemlagen. Die Ergebnisse der Befragung sollen die Sichtweise des Fachpersonals erfassen.

Hier geht es zu den Befragungen