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Silvia Gosewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studienbereich Logopädie, freute sich über das hohe Engagement und große Interesse der Kooperationspartner. Foto: Lina Frels

Durch Schulung Kooperationen im Studienbereich intensivieren

Am 3. März 2021 und 7. April 2021 hat der Studienbereich Logopädie der Hochschule für Gesundheit in Bochum erstmalig unter der Leitung von Silvia Gosewinkel und Elisabeth Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Studiengang Logopädie, eine Prüfer*innenschulung für Kooperationspartnerpraxen zur Vorbereitung, Durchführung und Umsetzung der staatlichen praktischen Langzeitprüfungen durchgeführt.

Insgesamt nahmen 35 Kooperationspartner*innen der Hochschule an der Veranstaltung teil.

Die staatlichen Prüfungen sind curricular im sechsten Semester des primärqualifizierenden Bachelor-Studiengangs Logopädie an der hsg Bochum verankert und führen zur Berufszulassung als Logopädin beziehungsweise als Logopäde. Im Rahmen der staatlichen praktischen Prüfungen wird im ersten Teil eigenverantwortliche Diagnostik und Therapie eines*r über einen längeren Zeitraum bekannten Patient*in durch die Studierenden überprüft. Dies ist vorab wissenschaftlich fundiert und evidenzbasiert in einem Therapieplan schriftlich von den Studierenden aufzubereiten. In der Prüfung wird gemeinsam mit Kooperationspartnern aus logopädischen Praxen im Umkreis von 50 Kilometern um die Hochschule zusammengearbeitet. Im zweiten Teil der staatlichen praktischen Prüfungen folgt die Umsetzung einer Therapieeinheit eines Patienten aufgrund der Akteninformation mit einer kürzeren Vorbereitungszeit.

„Unsere Kooperationspartner*innen bilden in der Umsetzung der praktischen Studienphasen wie auch im praktischen Staatsexamen eine wichtige Säule für die Ausbildung unserer Studierender“, erklärte Silvia Gosewinkel, Studiengangskoordinatorin mit dem Schwerpunkt Praxiskoordination.

„Die Prüfenden betreuen die Studierenden nicht nur während der praktischen Studienphasen, sondern agieren in der Rolle als zweite Prüfende im sogenannten Langzeitexamen. So nehmen sie gemeinsam mit einer*m Mitarbeitenden des Studiengangs die praktische Examensprüfung für eine*n Langzeitpatient*in ab“, sagte Elisabeth Meyer, Studiengangskoordinatorin mit dem Schwerpunkt Prüfungskoordination.

Ziel der Schulung ist es demnach, eine detaillierte Einführung unter anderem in den Ablauf der Prüfung sowie die Standards bei der Planung von Interventionen, wie beispielsweise der Therapie von Sprachentwicklungsstörungen oder erworbenen Sprachstörungen nach einem Schlaganfall, sowie dessen Bewertung zu geben und die Zusammenarbeit mit den Praxispartner*innen zu intensivieren. So berichtete zum Beispiel in einem Teil der Veranstaltung Vertretungsprofessorin Dr. Nicole Ramacher-Faasen, Lehrende im Praxissemester, über Inhalte zur evidenzbasierten Interventionsplanung, die also durch wissenschaftliche Erkenntnisse nachgewiesen wirksam ist. Dies machte Inhalte der Lehre für Kooperationspartner*innen zu Gunsten des Theorie-Praxis-Transfers transparent.

„Viele unserer Partnerpraxen zeigen ein hohes Engagement und hatten großes Interesse daran, sich als Prüfer*in gut vorzubereiten. Da sowohl langjährige Kooperationspartner*innen teilgenommen haben, die bereits Prüfungen abgenommen haben, als auch neue Kooperationspartner war die Online-Veranstaltung im Sinne des Erfahrungsaustausches ein voller Erfolg!“, resümierte Silvia Gosewinkel.