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v.r.n.l: Dr. T. Groll (Geschäftsführerin), Bundesminister Hubertus Heil, Susanne Holtkotte (Reinigungskraft), M. Fritz (stv. Pflegedirektor) und Prof. Dr. V. Nicolas (stv. Ärztlicher Direktor) – Bildnachweis: Fotoabteilung Bergmannsheil

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil besucht das Bochumer Bergmannsheil

Minister lernt Klinikalltag hautnah kennen

Viele neue Einblicke gewann gestern  Bundesarbeitsminister Hubertus Heil im BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum: Er begleitete die Mitarbeiterin Susanne Holtkotte bei ihrem Einsatz in der Bettenzentrale und wirkte auch tatkräftig mit: Betten abziehen, reinigen und für den Abtransport zu den Stationen vorbereiten – all dies gehörte zu den Tätigkeiten des Ministers.

Während seiner Arbeit erfuhr er von Susanne Holtkotte und ihren Kolleginnen sehr viel über ihren anstrengenden Arbeitsalltag. Im Anschluss lernte er bei einem Rundgang zentrale Klinikbereiche des BG Klinikums kennen. Der Termin kam zustande, nachdem sich Minister Heil und Susanne Holtkotte in einer Polit-Talkshow kennengelernt und einen „Jobwechsel“ vereinbart hatten.

„Überregional bedeutendes BG-Klinikum“

„In einem überregional bedeutenden BG Klinikum wie dem Bergmannsheil müssen sehr viele Rädchen ineinander greifen, damit dieser große Organismus im Sinne der Patienten funktionieren kann“, sagte Minister Hubertus Heil. „Es war für mich ein eindrucksvolles Erlebnis, die verschiedenen Bereiche kennenzulernen und auch hautnah mitzuerleben, welche hohe Arbeitsleistung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier tagtäglich erbringen.“ Als universitäre BG Klinik bietet das Bergmannsheil ein umfassendes Leistungsspektrum und eine hoch spezialisierte Versorgung insbesondere für Notfall- und Unfallpatienten aller Schweregrade. Rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unter dem Dach des Krankenhauses beschäftigt. Bei seinem Rundgang zeigte sich Minister Heil sehr interessiert an den Abläufen der Versorgung von Schwerstverletzten und den kurzen Wegen in der Notaufnahme von der Patientenanfahrt zu den modernen  Schockräumen. Im neuen Bettenhaus 51, in dem sich die Abteilung für Rückenmarkverletzte befindet, erfuhr er im Gespräch mit Ärzten, Therapeuten und einer Patientin, dass sehr viele verschiedene Professionen in die Behandlung eingebunden sind, um gelähmten Menschen bestmöglich helfen zu können. Schließlich hatte der Minister Gelegenheit, ein neues internationales Forschungsprojekt kennenzulernen. Beim Brain-Computer-Interface-Projekt lernen querschnittgelähmte Menschen, einen Rollstuhl mittels Gedankenkraft zu steuern. Beteiligt sind hier das Bergmannsheil und die Technische Hochschule Lausanne. Fasziniert verfolgte der Minister eine Präsentation mit einem Patienten: Dabei konnte er selbst nachvollziehen, dass das Konzept funktioniert und ein großes Potenzial für die weitere Forschung bietet.

Dr. Tina Groll, Geschäftsführerin des Bergmannsheils, zeigte sich ihrerseits sehr erfreut über den Besuch des Ministers und seine aktive Mitarbeit in der Bettenzentrale: „Wir freuen uns sehr, dass wir Herrn Minister Heil die Gelegenheit geben konnten, die Arbeitsabläufe in unserem BG Klinikum Bergmannsheil kennenlernen zu können. Sein aufrichtiges und detailliertes Interesse an unserer Arbeit hat uns und die Beschäftigten sehr beeindruckt.“