Nachrichten

Biohybride Venenklappen

Minimal-invasive Therapie der chronischen venösen Insuffizienz

Endlich ist es soweit. Das Förderprojekt BioV²alve zum Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW ist im Februar gestartet. Ab jetzt konzentrieren sich die Projektpartner1 auf die Entwicklung eines Systems zur minimal-invasiven Therapie der chronischen venösen Insuffizienz. Bisherige Ansätze der Rekonstruktion der Venenklappenfunktion (chirurgisch, interventionell) konnten sich aufgrund der besonderen Gerinnungssituation im venösen Stromgebiet nicht durchsetzen.

Gegenstand des BioV²alve-Projektes ist die biologische Rekonstruktion der Venenklappenfunktion durch ein biohybrides, textil-bewehrtes, minimal-invasiv implantierbares Device. Durch die Verwendung von körpereigenen Zellen wird die notwendige physiologische Hämokompatibilität und immunologische Integrität erzielt. Die Verwendung einer biodegradierbaren magnesiumbasierten Stentstruktur, welche sich nach erfolgter Einheilung der Venenklappe in das Umgebungsgewebe auflöst, ermöglicht eine schonenden Therapie mit geringer dauerhafter Materialeinbringung in den Körper.

Die Venenklappe soll in einem Stent über ein Kathetersystem minimal-invasive implantiert werden. Die Herausforderung wird die geringe Größe der Klappe und die unbekannten Materialeigenschaften des neuartigen Stents sein.
Die ITP als Projektpartner mit Sitz im BioMedizinZentrum (BMZ) Bochum hat die Herausforderung angenommen und Entwickelt ein vollständiges Kathetersystem um die Venenklappe in einer Stentstruktur zu implantieren.
Dieses Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Bereich Innovation gefördert.

1 ITP Innovative Tomography Products GmbH Bochum, Meotec GmbH & Co. KG Aachen, Uniklinik RWTH Aachen
und das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen
2 Nach: de.wikipedia.org/wiki/Chronisch-ven%C3%B6se_Insuffizienz Stand: Aug. 2015
3 Abbildung modifiziert nach: www.netdoktor.at/krankheit/ Stand: Aug. 2015