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2. TELnet@NRW-Kongress

Vom Projekt in das GKV-Versorgungssystem – Telemedizin für Intensivmedizin und Infektiologie

Am 6. Februar 2019 findet der 2. TELnet@NRW-Kongress zum Motto „Verstetigung – vom Projekt in das GKV-Versorgungssystem“ im CT2 – Center for Teaching and Training in Aachen, dem neu eröffneten Lehr- und Trainingszentrum der Uniklinik RWTH Aachen, statt.

Der Kongress präsentiert nicht nur aktuelle Entwicklungen aus dem Innovationsfondsprojekt TELnet@NRW, einem sektorübergreifenden digitalen Netzwerk in der Intensivmedizin und Infektiologie, sondern stellt zudem die Frage nach dem Übergang in das GKV-Versorgungssystem in den Fokus. Projektvertreter diskutieren mit Experten aus Selbstverwaltung und Politik nötige Lösungswege. Veranstalter sind die Konsortialpartner des Projekts: Uniklinik RWTH Aachen (Konsortialführer), Universitätsklinikum Münster, Ärztenetz MuM Medizin und Mehr eG Bünde, Gesundheitsnetz Köln-Süd e. V., Techniker Krankenkasse, Universität Bielefeld und ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin.

Zum Auftakt der Fachtagung begrüßt Prof. Dr. med. Thomas Ittel, Vorstandsvorsitzender der Uniklinik RWTH Aachen, die Teilnehmenden. Im Anschluss daran geben Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen und Konsortialführer des Projekts TELnet@NRW, sowie Priv.-Doz. Dr. med. Christian Juhra, Leiter der Stabsstelle Telemedizin am Universitätsklinikum Münster, einen Einblick in den aktuellen Stand des intersektoralen Telemedizinnetzwerks. Im Folgenden führen namhafte Experten des Gesundheitswesens und Patientenvertreter die Debatte darüber, wie innovative Ideen die Gesundheitsversorgung nachhaltig verändern können, fort.

Am Nachmittag legt der 2. TELnet@NRW-Kongress den Fokus auf die Frage, wie es vielversprechende Innovationsfondsprojekte leichter in das GKV-Versorgungssystem schaffen, um letztlich den Patienten zugute zu kommen. Hier kommen insbesondere neue Lösungswege bei der Projektevaluation zur Sprache sowie die Bedeutung des Innovationsfonds für künftige Versorgungsstrukturen. Die Sicht der einzelnen Versorgungsakteure wird dabei ebenso einbezogen wie die der Patienten. Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Eingeladen sind alle Interessierten aus den Bereichen der Gesundheitsversorgung, Selbstverwaltung, Wissenschaft und Politik.

Anmeldungen sind möglich unter www.telnet.nrw/kongress.

Eine schnelle Diagnose und Therapie können insbesondere in der Intensivmedizin lebensrettend sein. Ziel von TELnet@NRW ist daher der Aufbau eines sektorübergreifenden telemedizinischen Netzwerks für Intensivmedizin und Infektiologie. Eine speziell eingerichtete Telematik-Infrastruktur ermöglicht regelmäßige Tele-Visiten und -Konsile zwischen den universitären Experten der Telemedizinzentren Aachen und Münster sowie den Partnern aus den 17 zusammengeschlossenen Kooperationskrankenhäusern und den beiden Praxisnetzwerken MuM Medizin und Mehr eG in Bünde und dem Gesundheitsnetz Köln-Süd e. V. Auf diese Weise sollen klinische und medizinische Strukturen und Prozesse so optimiert werden, dass Behandlungsqualität und Effizienz der Patientenversorgung messbar steigen. Anfang 2017 ging TELnet@NRW unter der Leitung der Uniklinik RWTH Aachen (Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA) mit dem Universitätsklinikum Münster als regional übergeordnetem Konsortialpartner für das Münsterland an den Start – mit Erfolg: mittlerweile sind mehr als 100.000 Patienten und Patientinnen in den Praxisnetzen MuM und GKS, den beiden universitären Telemedizinzentren und den 17 Kooperationskrankenhäusern im Projekt erfasst und telemedizinisch betreut worden.

Das Projekt wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01NVF16010 gefördert.