Nachrichten

Die Vernichtung von Bakterien durch Immunzellen ist ein Werk von Sekunden

Forscher konnten das im Film festhalten.

Bestimmte weiße Blutkörperchen schützen uns vor Bakterien, indem sie sie auffressen. Was genau danach passiert, konnte ein Forscherteam um Prof. Dr. Lars Leichert, Leiter der Arbeitsgruppe Biochemie der Mikroorganismen, Prof. Dr. Konstanze Winklhofer von der Abteilung für Molekulare Zellbiologie der Ruhr-Universität Bochum sowie Prof. Dr. Andreas Meyer von der Universität Bonn dank neu entwickelter Fluoreszenzproteine erstmals unter dem Mikroskop beobachten. Die Bakterien werden von den Immunzellen mit einem Giftcocktail überschüttet, der unter anderem Chlorbleiche enthält. Das führt innerhalb von Sekunden zur Oxidation der Proteine in der Bakterienzelle und somit zum Tod des Bakteriums. Die Forscher berichten im Journal E-Life vom 6. März 2018.

Was im Gehirn von Zebrafinken bei der Wahl des Paarungspartners passiert.

Ob ein Zebrafinken-Weibchen ein Männchen als Paarungspartner wählt, hängt ganz vom Balzgesang des Männchens ab. Welche Gehirnregionen entscheiden, ob das Liebesgezwitscher zur Wahl des Partners führt, haben Forscher der Universiteit Antwerpen, der McGill University in Montreal und der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Sie analysierten die Hirnaktivität der Vögel mit funktioneller Kernspintomografie und identifizierten eine entscheidende Region, die wie ein Knotenpunkt fungiert.

International renommierter Mediziner leitete Abteilung für Schmerzmedizin

Prof. Dr. Christoph Maier, der langjährige Leitende Arzt der Abteilung für Schmerzmedizin im Bergmannsheil, geht in den Ruhestand. Sein Abschied stand im Fokus eines hochkarätigen Symposiums im Bergmannsheil, zu dem gestern viele Kollegen, Mitarbeiter und Weggefährten aus dem In- und Ausland erschienen waren. Thema des Symposiums war das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (CRPS), das ein Spezialgebiet der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Maier darstellt. Die kommissarische Leitung der Abteilung übernimmt Dr. Dr. Andreas Schwarzer, bisher Leitender Oberarzt im Team von Prof. Maier.

Der CDU-Abgeordnete und Mitglied des Europaparlaments Dennis Radtke hat am 12.02.2018 die phenox GmbH an ihrem Hauptstandort in Bochum besucht. Der aus dem Ruhrgebiet stammende Politiker überzeugte sich dabei vor Ort von den großen Herausforderungen, denen sich Medizintechnikunternehmen wie die phenox GmbH in Bochum bereits heute stellen müssen. Vor allem für mittelständische Unternehmen bedeutet die neue EU-Medinzinprodukte-Verordnung einen gesteigerten Dokumentationsaufwand sowie verlängerte Zulassungszeiten für die hochinnovativen Produkte.

Wenn ein bestimmtes Enzym fehlt, kann sich das Herz selbst bei starker Belastung nicht krankhaft verdicken.

Bei dauerhaften starken Belastungen, etwa durch Bluthochdruck, kann sich der Herzmuskel krankhaft verdicken. Das führt zu einer Herzinsuffizienz, die lebensbedrohlich werden kann. Forscher aus Bochum und Bonn haben einen entscheidenden Signalweg bei der Entstehung dieser sogenannten Herzhypertrophie aufgeklärt. Ohne ein bestimmtes Enzym, die lösliche Adenylatzyklase, verdickt sich der Herzmuskel nicht. In Plos One vom 21. Februar 2018 berichtet das Team um Prof. Dr. Kornelia Jaquet aus dem Forschungslabor Molekulare Kardiologie, einem gemeinsamen Labor der kardiologischen Kliniken am St. Josef-Hospital und Bergmannsheil, über die Ergebnisse. Die Arbeit entstand in enger Kooperation mit dem Team um Dr. Yury Ladilov und Prof. Dr. Peter Reusch aus der Klinischen Pharmakologie und Wissenschaftlern des Physiologischen Instituts der Universität Bonn (Prof. Dr. Rainer Meyer).

DGTelemed-Vorstand Gernot Marx diskutiert auf dem 12. Gesundheitskongress des Westens

Zum 12. Mal findet am 13. und 14. März 2018 der Gesundheitskongress des Westens in Köln statt und versammelt zahlreiche Expertinnen und Experten des Gesundheitswesens zur Diskussion rund um die Themen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft. Im Zentrum des diesjährigen Kongresses steht die Kernfrage, ob der Innovationsfonds eine Anschlussfinanzierung erhält und weitergeführt wird. Als einer der geladenen Experten wird Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen, Mitglied im ZTG-Forum Telemedizin und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed), die Diskussion zum Thema „Wie innovativ und praxistauglich ist der Innovationsfonds?“ mitgestalten.

Unter den Stoffwechselprodukten könnten auch pharmazeutische Wirkstoffe sein.

Das Antibiotika produzierende Bakterium Streptomyces chartreusis schüttet weitaus mehr Stoffwechselprodukte aus, als sein Genom hatte vermuten lassen. Das lässt auf deutlich komplexere Interaktionen mit der Umwelt schließen als zuvor gedacht. Unter den Substanzen könnten auch pharmazeutisch interessante Moleküle sein. Ein Team um Prof. Dr. Julia Bandow und Christoph Senges von der Arbeitsgruppe Angewandte Mikrobiologie der Ruhr-Universität Bochum analysierte ein breites Spektrum von Stoffwechselprodukten des Bakteriums unter verschiedenen Kulturbedingungen.

Die Hochschule für Gesundheit (hsg) ist jetzt mit dem Forschungsschwerpunkt ‚Versorgungsforschung‘ in die Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) aufgenommen worden. Darüber informierte die HRK Mitte Februar 2018 die hsg.

Rund 150 Teilnehmer*innen

Am 6. Symposium Evidenzbasierte Logopädie des Studienbereichs Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg) haben am 27. Januar 2018 rund 150 Gäste teilgenommen. „Wir freuen uns über diesen großen Zuspruch und hoffen, dass wir durch weiterhin spannende Referent*innen und Vortragsthemen diesen hohen Zuspruch auch in den kommenden Jahren halten können“, erklärte Dr. Sylvia Costard, Professorin für Kindersprache an der hsg, die die inhaltliche Leitung des Symposiums übernommen hatte.

‚Klinische und apparative Diagnostikstandards‘ und ‚Interprofessionelle Zusammenarbeit‘

An der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum starten im September 2018 zwei Zertifikatsmodule im Rahmen des Projekts ‚Aufbau berufsbegleitender Studienangebote in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften‘ (PuG). Die Module ‚Klinische und apparative Diagnostikstandards‘ (Logopädie) und ‚Interprofessionelle Zusammenarbeit‘ (Pflege) werden im Rahmen des Aufbaus der weiterbildenden Master-Studiengänge ‚Evidenzbasierte Logopädie‘ und ‚Advanced Nursing Practice‘ (ANP, also die erweiterte und vertiefte Pflegeexpertise) angeboten, die für beruflich Qualifizierte entwickelt werden. Interessierte können sich bis zum 30. Juni 2018 für die kostenfreien Module online anmelden.

Klinik belegt höchste Qualitätsstandards beim künstlichen Gelenkersatz

Der Einsatz von künstlichen Gelenken an Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen sowie der Wechsel von abgenutzten, infizierten oder fehlerhaften Gelenkprothesen gehören seit vielen Jahren zu den Kernkompetenzen der Chirurgischen Universitätsklinik im Bergmannsheil Bochum (Direktor: Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer). Jetzt hat sich die Klinik einem umfangreichen Zertifizierungsverfahren gestellt: Nach dem erfolgreichen Abschluss ist die Klinik als Endoprothetik-Zentrum gemäß den Anforderungen der Initiative EndoCert zertifiziert. Das Bergmannsheil dokumentiert damit, dass es eine endoprothetische Versorgung auf höchstem Niveau unter modernsten Voraussetzungen und nach anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden leistet.

13 Fachkräfte absolvieren Weiterbildung Palliativpflege im Bildungszentrum Bergmannsheil

In der letzten Lebensphase bedürfen schwer kranke Menschen einer intensiven und umfassenden Betreuung, die ein besonderes pflegerisches und sozial-kommunikatives Fachwissen voraussetzt. Diese Kompetenzen vermittelte der Kurs „Palliative Care“ des Bildungszentrums Bergmannsheil (BZB), den 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer jetzt erfolgreich abgeschlossen haben. Die berufsbegleitende Weiterbildung umfasste vier Module mit insgesamt 160 Unterrichtsstunden und erforderte das Anfertigen einer Facharbeit. Zum Abschluss der Weiterbildung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bildungszentrum Bergmannsheil ihre Zertifikate.

Deutschlandweite Umfrage soll Förderfaktoren und Barrieren ermitteln

Wie treffen Personen im Gesundheitswesen in Deutschland Entscheidungen und was beeinflusst diese Entscheidungen?

170 Chirurgen tagten im Technologie- und Gründerzentrum

Pro Jahr werden in Deutschland rund 400.000 künstliche Gelenke implantiert. Dabei handelt es sich um äußerst komplexe Eingriffe, die ein umfassendes Verständnis der aktuellen Verfahren und Prothesentypen erfordern. Der diesjährige „Bochum Treff“, die überregional bedeutende Fachveranstaltung der Chirurgischen Klinik des Bergmannsheil, widmete sich gezielt dem Schwerpunkt Endoprothetik. Mehr als 170 Chirurgen und Orthopäden tauschten sich zwei Tage im Technologie- und Gründerzentrum „Alte Lohnhalle“ kritisch zu neuen Trends und etablierten Methoden aus. Die Teilnehmer waren sowohl aus dem gesamten Bundesgebiet als auch dem angrenzenden Ausland angereist, um die traditionsreiche Veranstaltung zu besuchen.

Für eine Befragung werden Hebammen und Entbindungspfleger in Nordrhein-Westfalen gesucht

Damit die aktuelle Situation der Hebammenversorgung in Nordrhein-Westfalen mit Zahlen belegt werden kann, ist seit dem 1. Februar 2018 die Hebammenbefragung im Forschungsprojekt ‚HebAB.NRW – Geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen‘ online. Auf der Website www.hebab.nrw können alle Hebammen, die in Nordrhein-Westfalen leben oder arbeiten, den Link zur Befragung finden. Die landesweite Befragung möchte alle Hebammen und Entbindungspfleger erreichen, die klinisch oder freiberuflich tätig, in der Ausbildung, Lehre oder Forschung arbeiten. Und auch die, die sich in Elternzeit befinden oder ganz aus dem Beruf ausgestiegen sind.

Im Modellprojekt „elektronische Visite“ kommunizieren seit Mai 2016 neun Pflegeheime und elf Arztpraxen mit der gleichnamigen Videosprechstunde. Kürzlich wurde die 1.000 Sprechstunde durchgeführt. Eine begleitende Auswertung bescheinigt die Effektivität des Projektes.

Patienten profitieren von optimaler Behandlung bei einem Oberschenkel-Knochenbruch

Das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum wurde jetzt gemeinsam mit dem Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund als „Alters-Trauma-Zentrum“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert. Für den Patienten bedeutet dies eine optimale Frakturversorgung beispielsweise bei einem Knochenbruch des Oberschenkels, eine gute Betreuung vor, während und nach der Operation sowie eine individuell angepasste, strukturierte und rehabilitative Behandlung. Zudem wird die enge kollegiale Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Geriatern durch die gemeinsame Zertifizierung zum Alters-Trauma-Zentrum DGU sichtbar unterstützt. Die inhaltlichen Anforderungen der Zertifizierung sollen einerseits die Sinne der Unfallchirurgen für altersspezifische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen) schärfen, zum anderen soll den Geriatern der Blick für die unfallchirurgische Komplexität nicht verloren gehen.

Warum gedehnte Muskeln so stark sind.

Sich mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken hinzusetzen ist möglich. Aber wie kommt man dann wieder hoch? Zumeist nicht ohne Hilfe. Der Grund: Gedehnte Muskeln können mehr Kraft aufbringen als nicht gedehnte. Was dahintersteckt, erforschen Bewegungswissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Prof. Dr. Daniel Hahn. Ihre Ergebnisse könnten helfen, Prothesen und Hilfsmittel zu verbessern.

Neuorganisation der Noteinsatzfahrzeuge verbessert zeitnahe Versorgung der Patienten

Mit Beginn des Jahres wurde die Bereitstellung der Noteinsatzfahrzeuge in Bochum und Wattenscheid neu organisiert, daraus ergeben sich auch Änderungen für das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. Bisher war vom Standort Langendreer aus ein Notarzt werktags in der Zeit von 9 bis 19 Uhr zu lebensrettenden Einsätzen im Bochumer Osten im Dienst. Seit ersten Januar nun stellt das Knappschaftskrankenhaus rund um die Uhr und an sieben Tagen der Woche einen Notarzt, der direkt an der Hauptfeuer- und Rettungswache in Bochum-Werne stationiert ist. Aufgrund des zentraleren Standortes können neben Langendreer und Werne nun auch Innenstadtrandbereiche wie Altenbochum sowie mit Gerthe auch Teile des Nordens abgedeckt werden. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis, bei der der Notarzt während der Zeit, in der er nicht unterwegs war, in der Klinik administrative Aufgaben übernahm, bis er per Piepser zum Einsatz gerufen wurde, ist er durch den neuen Standort in Werne jetzt komplett aus dem Klinikbetrieb herausgenommen. Dank der dadurch entstandenen räumlichen Nähe können Feuerwehr und Rettungsdienst noch besser miteinander verzahnt und Abläufe verbessert werden.

Bochum ist DER Standort der Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands, in Nordrhein-Westfalen, im Ruhrgebiet. Der Gesundheitscampus in Bochum ist ein Erfolgsmodell: Er bietet eine einmalige Kombination aus öffentlichen Einrichtungen der Gesundheitsadministration und -forschung sowie Flächen für innovative Unternehmen auf dem Gebiet der Gesundheitswirtschaft.