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MEDICA 2018, Halle 3, Stand C80

Das Institut für Angewandte Gesundheitsforschung (IAG) der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) wird auf der diesjährigen MEDICA, der Medizinmesse in Düsseldorf, vier Tages-Projekte aus dem Bereich Forschung und Entwicklung präsentieren. Vom 12. bis zum 15. November 2018 beantwortet das Team der hsg Bochum am Landesgemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen (Halle 3, Stand C80) auf der MEDICA 2018 Fragen und stellt die Forschungsaktivitäten der hsg Bochum vor.

Ob ein Hebammenmangel in Nordrhein-Westfalen besteht und wie groß dieser genau ist, soll eine Studie an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) klären. Für diese Studie werden bis Mitte November 2018 noch Frauen gesucht, die in der Zeit von Februar bis Mitte Juli 2018 in Nordrhein-Westfalen ein Kind zur Welt gebracht haben.

Das Virus ist in der Umwelt sehr stabil und kann nur bei sachgerechter Anwendung durch Desinfektionsmittel inaktiviert werden. Forscher raten, Hygienerichtlinien streng einzuhalten.

Hepatitis-B-Viren (HBV) sind bei Raumtemperatur über Wochen ansteckend und trotzen sogar der Kälte bei vier Grad Celsius über neun Monate. Desinfektionsmittel wirken bei sachgemäßer Anwendung – aber nur unverdünnt. Diese Erkenntnisse gelangen einem deutsch-koreanischen Forscherteam mit einem neuen HBV-Infektionssystem in menschlichen Leberzellen. Bisher hatte man mangels humaner Forschungsmodelle an Enten-Hepatitis-B-Viren geforscht.

Herkömmliche Methoden basieren auf Antikörpern oder Markern. Das neue Verfahren kommt ohne solche Zusätze aus.

Biophysiker der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben gezeigt, dass sich mit der Raman-Mikroskopie Resistenzen von Tumorzellen gegen Krebsmedikamente nachweisen lassen. Anders als herkömmliche Verfahren bedarf die Methode keiner Antikörper oder Marker. Sie detektiert die natürlichen Reaktionen von Zellen auf die Medikamentengabe und könnte so die Wirkung von Substanzen in präklinischen Studien bestimmen.

Diese Augenkrankheit führt oft zum Erblinden. Ein schnelles Eingreifen könnte das verhindern.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben neue potenzielle Biomarker identifiziert, die helfen könnten, die Augenkrankheit Glaukom, auch bekannt als Grüner Star, bei Patienten früher zu erkennen. Außerdem fanden sie heraus, dass die Mutation eines bestimmten Gens bei Mäusen einen erhöhten Augeninnendruck auslöst. Der wiederum ist einer der Hauptrisikofaktoren für das Glaukom.

Am 17. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF), der vom 10. bis zum 12. Oktober 2018 in Berlin stattfand, haben sich Wissenschaftler*innen des Studienbereichs Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) mit mehreren Vorträgen und Posterbeiträgen beteiligt. Unter dem Motto ‚Personenzentriert forschen, gestalten und versorgen‘ hatten nationale und internationale Wissenschaftler*innen Projekte und methodische Ansätze aus 15 unterschiedlichen Themenbereichen wie ‚innovative und sektorenübergreifende Versorgungskonzepte‘ oder ‚E-Health und Digitalisierung in der Medizin‘ präsentiert.

Einwöchiger Traumjob in Bochum, Berlin oder Los Angeles

„Shootingstars der Wissensarbeit“ ist das Jahresthema der Stadtmarke Bochum. KAIROS ist Teil der neuen Kampagne, denn das Unternehmen spiegelt aus Sicht des Initiators, der Bochum Marketing GmbH, inhaltlich die Markenwerte wieder. KAIROS-Gründer und Geschäftsführer Martin Zünkeler ist Testimonial.

„Shootingstars der Wissensarbeit“ ist eine der vier Bereichsmarken der Stadtmarke Bochum und nimmt Bezug auf den Bereich Wirtschaft. Eines der vier im Rahmen dieser Kampagne ausgewählten Unternehmen ist die KAIROS GmbH.

Beste Behandlung von Darmkrebs, Hirntumoren und Wirbelsäule

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es derzeit rund 1940 Krankenhäuser in Deutschland. Um bei dieser Vielzahl an Kliniken das passende Haus für eine medizinische Behandlung zu finden, hat das Magazin „Focus“ die bundesweiten Topadressen ermittelt und sie als „Klinikliste“ publiziert. Darin erstmals als eine der 100 besten Kliniken Deutschlands und zum wiederholten Mal als „Top regionales Krankenhaus“ Nordrhein-Westfalens gelistet wird das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, speziell für die Behandlung von Darmkrebs, Hirntumoren und im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie.

„Wir setzen bereits seit acht Jahren um, was aktuell von der Politik gefordert wird. Es ist eine Bestätigung unserer langjährig vorgebrachten Argumentation, dass die geforderte hohe Qualität der Geburtshilfe eines Studiums und neuer Ausbildungskonzepte bedarf“, erklärte Prof. Dr. Ute Lange vom Studienbereich Hebammenwissenschaft der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) gestern in Bochum. 

Ein einzelnes Gen der Mutter spielt bei der Entwicklung der Plazenta eine so große Rolle, dass seine Fehlfunktion zur Fehlgeburt führt. Diese Beobachtung machten Medizinerinnen und Mediziner der Ruhr-Universität Bochum (RUB) an eigens erzeugten sogenannten Knock-out-Mäusen. Diesen Mäusen fehlt das Gen für den Transkriptionsfaktor Math6. Durch weitere Untersuchungen hofft das Wissenschaftlerteam, auch Erkenntnisse über die Rolle des entsprechenden Gens bei wiederholten Fehlgeburten bei Menschen gewinnen zu können. Die Forscher um Prof. Dr. Beate Brand-Saberi berichten im Journal Scientific Reports vom 9. Oktober 2018.

 

Unter dem Motto „Interoperabilität für medizinische Versorgung und Forschung“ kamen am 8. Oktober 2018 über 160 Teilnehmer zum 3. Deutschen Interoperabilitätstag (DIT) nach Berlin und zeigten, wie stark die Forderung nach konsequentem, zielgerichtetem Austausch der Behandelnden im Rahmen der Patientenversorgung ist. Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin und Mitglied im Fachforum Telemedizin der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH, brachte die oftmals noch vernachlässigte Perspektive der Telemedizin in die Diskussion ein.

Eine Delegation der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) hat Anfang September 2018 in Genf die Vereinten Nationen (UN) und die World Health Organization (WHO) besucht. Exkursionsleiterin und Organisatorin Prof. Dr. Ute Lange vom Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der hsg Bochum begleitete die Gruppe von Studierenden und Hebammenwissenschaftlerinnen. Neben jeweils fünf Studierenden aus dem Department of Community Health und des Master-Studiengangs ‚Evidence-based Health Care‘ (EbHC) nahmen auch Prof. Dr. Rainhild Schäfers und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Mirjam Peters – beide wie Ute Lange aus dem Bereich der Hebammenwissenschaft – sowie Astrid Krahl von der ZHAW in Winterthur (Schweiz) teil.

Zum Wintersemester 2018/2019 hat Prof. Dr. Christian Walter-Klose seine Arbeit im Department of Community Health (DoCH) begonnen. Hier lehrt und forscht er zu Fragen der Gesundheit von Menschen mit Beeinträchtigungen mit besonderen Blick auf das Leben in der Gemeinde, auf Bildungsangebote und den Bereich der Arbeit. Im Sinne der Behindertenrechtskonvention befasst er sich insbesondere mit Fragen der Inklusion im Gesundheitssystem, der Optimierung und Anpassung von gesundheitsbezogenen Angeboten, die den Kompetenzen, Bedürfnissen und Lebenslagen von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen gerecht werden. Auch steht – wie in seinem bisherigen theoretischen und praktischen Arbeitsschwerpunkten – die Förderung der sozialen Teilhabe in der Gesellschaft im Fokus seines Handelns.

Ein strukturiertes einjähriges Qualifizierungsangebot haben 16 Anleiter*innen der Kooperationspartner-Einrichtungen des Studienbereichs Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) Ende September 2018 abgeschlossen. Als Anleiter*innen werden Fachkräfte bezeichnet, die Studierende der hsg Bochum in den Kooperationseinrichtungen betreuen. Im Rahmen der Qualifizierung beschäftigten sich die Anleiter*innen vorrangig um die Themenschwerpunkte ‚Lernen im Arbeitsprozess‘, ‚Anleitung von Studierenden‘ und ‚evidenzbasierte Physiotherapie‘.

Austausch mit teilnehmenden NRW-Kliniken der Studie ‚Be-Up: Geburt aktiv‘

Am 9. Oktober 2018 hat das erste Treffen der aus Nordrhein-Westfalen teilnehmenden Kliniken der Studie ‚Be-Up: Geburt aktiv‘ an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) stattgefunden. Ein Forschungsteam der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kooperation mit der hsg Bochum geht seit Oktober 2017 deutschlandweit der Frage nach, ob die Umgestaltung des Gebärraums eine natürliche Geburt begünstigt. Die Studie ‘Be-Up: Geburt aktiv‘“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Förderkennzeichen: 01KG1715). ‘Be-Up: Geburt aktiv‘ ist die bisher größte randomisiert kontrollierte Studie (RCT), also eine Studie mit dem nachgewiesen besten Studiendesign, um eine eindeutige Aussage zu erhalten, dieser Art überhaupt.

Chemische Moleküle, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten, können sehr unterschiedlich mit anderen Molekülen wechselwirken. Ein neues Projekt soll mehr über ihre Unterschiede verraten.

Vernetzte Gesundheitsversorgung einheitlich als Ziel setzen

Sektorenübergreifende Kommunikation im Gesundheitswesen wird zunehmend relevant: Unter dem Motto „Interoperabilität für medizinische Versorgung und Forschung“ kamen am 8. Oktober 2018 über 160 Teilnehmer zum „3. Deutschen Interoperabilitätstag“ (DIT) nach Berlin ins Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade und zeigten, wie stark die Forderung nach konsequentem, zielgerichtetem Austausch der Behandelnden im Rahmen der Patientenversorgung ist.

Der DIT bot den Teilnehmenden eine vielfältige Mischung aus Fachvorträgen und anregenden Diskussionsrunden rund um die Themenschwerpunkte „Interoperabilität per Gesetz“, „Interoperabilität International“, „Brückenschlag in die Forschung“ sowie „Umdenken bei Behandlungsprozessen“. Namhafte Experten aus Politik, Industrie und Versorgung sowie die Anwender selbst beteiligten sich an der Fachtagung mit dem Ziel, die Debatte um die Optimierung medizinischer und pflegerischer Versorgung durch den Austausch von relevanten Patientendaten fortzuführen. Veranstaltet wurde der 3. DIT gemeinsam vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V., HL7 Deutschland e. V., IHE Deutschland e. V. und der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH. Nach der durchweg positiven Resonanz fand der DIT zum zweiten Mal in Kombination mit der HL7/IHE-Jahrestagung und begleitenden Tutorials statt, die am heutigen und morgigen Tag fortgesetzt werden.

Mathias Redders, Referatsleiter im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium und Vorsitzender der BLAG Bund-Länder-Arbeitsgruppe Telematik im Gesundheitswesen, eröffnete die Veranstaltung und gab einen Überblick über die Digitalstrategie für NRW. Er sprach sich in seinem Vortrag für bundesweit einheitliche Festlegungen zur semantischen und organisatorischen Interoperabilität aus: „Das Thema muss auch in das Bewusstsein von Ministerien, Selbstverwaltung und Fachgesellschaften gerückt werden“, forderte Redders. Julia Aulenkamp, Präsidentin der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V., gab im Anschluss daran die Perspektive künftiger Jungmediziner wieder und verdeutlichte die Relevanz von Digitalisierung im Gesundheitswesen. Es sei wichtig, zu erkennen, wie weitreichend der Digitalisierungsprozess verschiedene Aspekte des Gesundheitswesens beeinflusst. Vernetzte Kommunikation führe nicht nur zu einer besseren medizinischen Versorgung, sondern präge insgesamt das Berufsbild der Mediziner in Zukunft auf positive Weise.

„Maßgebend für ein Voranschreiten der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung ist die Interoperabilität. Es bedarf der Nutzung von Standards, um zukunftsfähige Versorgungsmodelle gewährleisten zu können. Hier kommt dem Gesetzgeber eine besondere Verantwortung zu“, sagte Sebastian Zilch, bvitg e. V. Diese Einschätzung teilten die Experten während der Diskussion im ersten Themenblock „Interoperabilität per Gesetz – Welche Instrumente braucht es für den Erfolg?“. Eine engere und transparente Zusammenarbeit der einzelnen Akteure wurde ebenfalls als wichtige Voraussetzung gesehen, um den Austausch von Daten und eine bessere Kommunikation zwischen den Systemen zu realisieren. Dabei sei es vor allem wichtig, die Bedürfnisse der Patienten im Blick zu behalten, betonte Steffen Hennecke von der gematik: „Für Interoperabilität sind drei Erfolgsfaktoren relevant: 1. die Datenhoheit des Patienten, 2. dem behandelnden Arzt sollten aktuelle medizinische Daten vorliegen und 3. der Arzt muss Notfalldaten (wie beispielsweise Allergien und Vorerkrankungen) direkt, in übersichtlicher Struktur, abrufen können – stets vorausgesetzt, der Patient hat dem Datenzugriff zugestimmt.“

Mit Blick auf die internationale Ebene darf Deutschland den Anschluss nicht verpassen. Dies wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung mehr als deutlich. Experten aus Österreich und den Niederlanden präsentierten ihre jeweiligen Lösungswege für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Christof Gessner, HL7 Deutschland e. V., warf in seinem Impulsvortrag relevante Fragestellungen für eine internationale Sicht auf Interoperabilität auf: „Es gilt, sowohl strategische als auch operative Fragen zu klären: Wer vertritt Deutschland? Ist das eine staatliche Aufgabe oder die der Selbstverwaltung. Welche Aufgaben haben die einzelnen Bundesländer? Welche Positionen werden dafür geschaffen? Und wie kann man die internationale Zusammenarbeit operativ organisieren?“ Wichtig seien internationale Kooperationen und dabei das gemeinsame Arbeiten an den bereits existierenden Plattformen, so die Gastreferenten aus Österreich, Prof. Dr. Stefan Sauermann, FH Technikum Wien, und Dr. Stefan Sabutsch, ELGA GmbH.

Der daran anschließende Themenblock verfolgte die Frage, inwieweit es gelingen kann, elektronische Patientendaten, z. B. aus Wearables und Apps, anonym für die Gesundheitsforschung nutzbar zu machen. Sukumar Munshi, Tiani Spirit Deutschland GmbH, betonte, wie wichtig es sei, die Mündigkeit der Patienten zu beachten: „Der Patient ist mobil geworden. Er kann vernetzte Vorgänge im Internet verfolgen und dadurch ganz anders an seiner eigenen Gesundheitsversorgung teilhaben“, so Munshi. „Wir stehen vor neuen Herausforderungen. Patientinnen und Patienten müssen partizipativ in den Entscheidungsprozess eingebunden sein und selbst entscheiden, welche ihrer Daten sie weitergeben.“ Dass mehr Daten nicht automatisch mehr Qualität in der medizinischen Versorgung bedeuten, gab Stefan Schraps, vitasystems, zu bedenken. Nur durch offene Plattformen könne die Versorgung verbessert werden. Semantische Interoperabilität sei das Ziel, so Schraps. „Patientendaten können nur für die Forschung verwertbar sein, wenn sie auch dem Anspruch der regulatorischen Anforderungen gerecht werden“, schloss Schraps. Kooperationen seien hier sinnvoll. Prof. Dr. Ulrich Sax, AG Interoperabilität des Nationalen Steuerungsgremiums, und Prof. Dr. Sylvia Thun, HL7 Deutschland e. V., befürworteten die Vorgehensweise im Rahmen der Medizininformatik-Initiative, die die Nutzung von Standards von vornherein einbezogen hat: „Die Forschung zeigt, wie man Interoperabilität leben kann. Die Versorgung muss hier nun nachziehen.“

„Die vernetzte Versorgung mit elektronischen Akten“ war Thema der finalen Diskussionsrunde. Hier waren sich die Expertinnen und Experten einig, dass eine sektorenübergreifende Kommunikation bei der Gesundheitsversorgung unabdingbar ist. Interoperabilität ist für Patienten im Versorgungsalltag noch nicht spürbar, so Gerlinde Bendzuck, Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin. Obwohl gerade chronisch Kranke es befürworten würden, wenn relevante Daten zeitnah und vollständig beim Arzt zur Verfügung stehen und zudem vom Patienten erhobene Daten berücksichtigt würden.

Alexander Ihls, Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG), fasste zusammen: „In anderen Ländern wurden frühzeitig Regulationen geschaffen, an denen es in Deutschland noch mangelt. Wir brauchen eine Initiative des Gesetzgebers, um die Interoperabilität im Gesundheitswesen voranzutreiben. In diesem Sinne möchten wir den Dialog mit allen Akteuren auch im nächsten Jahr beim 4. Deutschen Interoperabilitätstag fortführen“.

Manche Moleküle ändern bei Lichteinfall ihre räumliche Struktur – sie sehen also bei Licht und Dunkelheit unterschiedlich aus. Was genau bei der Umwandlung passiert, ist bislang nicht detailliert erforscht.

Der Vorstand des Instituts für hochschulische Bildung im Gesundheitswesen (InBiG) der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) hat am 4. Oktober 2018 in seiner ersten Sitzung Prof. Dr. Sven Dieterich zum Vorsitzenden des InBiG gewählt. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen im Vorstand und den Mitgliedern. Dabei wird die Ausgestaltung der konzeptionellen Grundlagen zur Förderung einer qualitativen Weiterentwicklung von Studium und Lehre und die Unterstützung von Initiativen im Vordergrund stehen“, sagte Sven Dieterich.

Schlaf hilft, Erinnerungen zu festigen. Wie genau das funktioniert, haben Forscher aus Bochum und Bonn untersucht. Auch Dinge, die wir vergessen, sind nicht sofort weg.

Welche Aktivitätsmuster im Gehirn auftreten, wenn Menschen Dinge erinnern oder vergessen, haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn untersucht. Sie interessierten sich dabei dafür, wie das Gehirn zuvor Gelerntes im Schlaf erneut durchspielt und einspeichert. Dazu zeichnete das Team die Hirnaktivität von Epilepsie-Patienten auf, die zwecks Operationsplanung Elektroden in das Gehirn implantiert bekommen hatten. Ein Ergebnis: Im Schlaf reaktiviert das Gehirn selbst solche Gedächtnisspuren, die es später nicht mehr erinnern kann.