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Angela Rocholl, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studienbereich Hebammenwissenschaft der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, war vom 11. bis zum 14. März 2018 in Leicester an der De Montfort Universität zu Besuch. Erasmus+, ein Förderprogramm der Europäischen Union, zu dem auch das europäische Kooperationsprogramm im Hochschulbereich gehört, machte ihren Aufenthalt dort möglich. Sie nahm unter anderem an einer Vorlesung der Hebammenstudierenden im ersten Semester teil, in der sie einen Kurzvortrag über die hsg hielt. „Es gab einige Nachfragen zum Gesundheitssystem in Deutschland. Die Studierenden waren insbesondere über die Durchführung der praktischen Prüfungen, die es in Großbritannien nicht gibt, sehr erstaunt“, berichtete Angela Rocholl.

Meistens verhält sich Bindegewebe wie ein Gummiband. Aber nicht immer.

Bei der Übertragung von Muskelkraft auf das Skelett spielt das Bindegewebe eine wichtige Rolle: Sogenannte Aponeurosen umhüllen die Muskeln, unterteilen sie in ihrem Innern, und gehen in Sehnen über. Dehnt man den Muskel passiv, verhalten sich die Aponeurosen wie ein Gummiband, das länger und schmaler wird. Beim aktiven Zusammenziehen des Muskels werden die Aponeurosen jedoch länger und zugleich breiter. Somit werden sie auch steifer und wirken auf den Muskel zurück. Das hat Dr. Brent Raiteri vom Lehrstuhl Bewegungswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gemeinsam mit Kollegen der University of Queensland mit Hilfe von Ultraschalluntersuchen herausgefunden. Sie berichten im Journal PNAS in der Ausgabe vom 19. März 2018.

Wie eine bezweifelte Hypothese zur Gewissheit geworden ist.

Ras-Proteine sind molekulare Schalter, die in unserem Körper entscheiden, ob und wann Zellen sich teilen. Ist ihre Funktion gestört, können sich zum Beispiel Tumore bilden. Weitere Details des An- und Ausschaltens konnte ein Forscherteam um Prof. Dr. Klaus Gerwert vom Lehrstuhl für Biophysik der Ruhr-Universität Bochum (RUB) dank kombinierter Methoden ermitteln und somit die Hypothese bestätigen, dass der Bindungspartner von Ras im gebundenen Zustand keine Wasserstoffatome an den Phosphaten enthält. Das renommierte Journal of Biological Chemistry widmet dem Bericht über diese Arbeit seinen Titel vom 16. März 2018.

hsg bietet ihre Expertise an

Die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum wirkt seit ihrer Gründung im Jahr 2009 und insbesondere seit Einführung ihres Bachelor-Studiengangs Hebammenkunde daran mit, die Akademisierung der Hebammenausbildung in Deutschland voranzutreiben. „In Bochum greifen wir mittlerweile an der bundesweit ersten staatlichen Hochschule für Gesundheitsberufe auf eine fast achtjährige Expertise im Bereich der Hochschulausbildung von Hebammen zurück. Wir freuen uns, dass auch bundesweit in diesen Tagen Bewegung in die Debatte kommt“, erklärte Prof. Dr. Annette Bernloehr, Professorin für Hebammenwissenschaft an der hsg, heute in Bochum.

Die KlimaExpo.NRW hat das Projekt zur Sanierung von privaten Wohngebäuden samt der Entwicklung von Konzepten zur Förderung dieser Sanierung, an dem Prof. Dr. Heike Köckler beteiligt ist, ausgezeichnet. Heike Köckler, Professorin für Sozialraum und Gesundheit an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, leitet im Rahmen des Verbundprojekts ‚Sandy‘ (Sanierung dynamisch) ein Teilprojekt. In diesem Projekt wurden Haushaltseigentümer befragt. Zudem beschäftigt sich Frau Köckler mit der gesundheitlichen Dimension einer energetischen Wohngebäudesanierung. Diese liegen beim Schallschutz, einem erhöhten Sicherheitsempfinden durch einbruchsichere Türen und Fenster, den Abbau von Barrieren und Schutz vor Hitze bspw. durch Dämmung. ‚Sandy‘ wird im Verbund mit anderen Hochschulen und Praxispartnern durchgeführt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Ergebnisse des Modellvorhabens sprechen für mehr Autonomie

Die Ergebnisse des Modellvorhabens für mehr Autonomie in der Physiotherapie von BIG direkt gesund und IFK wurden mit Spannung erwartet. Evaluiert wurde, welche Auswirkungen die Therapiefreiheit für Physiotherapeuten auf die Versorgungsqualität und die Kostenentwicklung hat. Die Ergebnisse der Studie zeichnen folgendes Bild: Im Therapieverlauf verringerten sich die Beschwerden der Patienten deutlich, ohne Mehrkosten für die Krankenkassen. Unter physiotherapeutischem Management war die Behandlungsdauer zudem kürzer als unter Ärzteregie. BIG direkt gesund und IFK fordern anhand dieser Ergebnisse jetzt den Gesetzgeber auf, einen Schritt weiterzugehen und Modellvorhaben zum Direktzugang in der Physiotherapie im Rahmen des SGB V zu ermöglichen.

Am 9. März 2018 hat NRW-Landtagsabgeordneter Mehrdad Mostofizadeh, Sprecher des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion Grüne im Landtag, die Hochschule für Gesundheit (hsg) besucht. Sein einstündiger hsg-Besuch war Bestandteil einer Besichtigung des Gesundheitscampus Bochum.

Freund oder Feind, kariert oder gestreift – das Gehirn sortiert die Umwelt ständig in Kategorien. Wie das auch unter Druck gut klappt, haben Forscher der RUB untersucht.

Wenn Menschen Situationen in Sekundenschnelle einordnen müssen, hilft es, auf gelernte Kategorien zurückgreifen zu können. Wie gut das Lernen von Kategorien in stressigen Situationen funktioniert, haben Psychologen der Ruhr-Universität Bochum mittels Elektroenzephalografie, kurz EEG, untersucht. Im „Journal of Cognitive Neuroscience“ beschreiben sie einen Mechanismus, mit dem das Gehirn Stress kompensieren könnte.

TELnet@NRW-Kongress zeigt Live-Televisiten und -konsile

Unter dem Motto „Gemeinsam handeln. Kompetent behandeln.“ ist heute der 1. TELnet@NRW-Kongress im Schloss der Westfälischen Wilhelms-Universität gestartet. Aus erster Hand hören die rund 200 Teilnehmer aktuelle Erfahrungsberichte aus dem Innovationsfondsprojekt TELnet@NRW, einem sektorübergreifenden telemedizinischen Netzwerk in der Intensivmedizin und Infektiologie. Durch das Eröffnungsprogramm führte Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen und Konsortialführer bei TELnet@NRW. Es folgten Vorträge namhafter Expertinnen und Experten aus Gesundheitspolitik, Medizin und Wissenschaft sowie Live-Televisiten und -konsile zwischen den am Projekt beteiligten Universitätskliniken Aachen und Münster sowie angeschlossenen Krankenhäusern und Ärztenetzen.

Forscher haben einen Weg gefunden, einzelne Bindungen zwischen Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen in einem chemischen Molekül in Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen umzuwandeln. Diese sogenannte C-H-Aktivierung gilt als vielversprechende Strategie, um komplexe Moleküle in wenigen Schritten aus einfachen Startmaterialien herzustellen. Hauptproblem war bislang gewesen, gezielt einzelne Bindungen umzuwandeln. Dies gelang den Forscherinnen und Forschern nun. Durch die Wahl eines geeigneten Lösungsmittel sorgten sie außerdem für einen hohe Ausbeute des gewünschten Produkts. Das Team der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Lukas Gooßen und Stefania Trita beschreibt das Verfahren gemeinsam mit einem Kollegen der Technischen Universität Kaiserslautern in der Zeitschrift „Angewandte Chemie“.

Die Vernichtung von Bakterien durch Immunzellen ist ein Werk von Sekunden

Forscher konnten das im Film festhalten.

Bestimmte weiße Blutkörperchen schützen uns vor Bakterien, indem sie sie auffressen. Was genau danach passiert, konnte ein Forscherteam um Prof. Dr. Lars Leichert, Leiter der Arbeitsgruppe Biochemie der Mikroorganismen, Prof. Dr. Konstanze Winklhofer von der Abteilung für Molekulare Zellbiologie der Ruhr-Universität Bochum sowie Prof. Dr. Andreas Meyer von der Universität Bonn dank neu entwickelter Fluoreszenzproteine erstmals unter dem Mikroskop beobachten. Die Bakterien werden von den Immunzellen mit einem Giftcocktail überschüttet, der unter anderem Chlorbleiche enthält. Das führt innerhalb von Sekunden zur Oxidation der Proteine in der Bakterienzelle und somit zum Tod des Bakteriums. Die Forscher berichten im Journal E-Life vom 6. März 2018.

Was im Gehirn von Zebrafinken bei der Wahl des Paarungspartners passiert.

Ob ein Zebrafinken-Weibchen ein Männchen als Paarungspartner wählt, hängt ganz vom Balzgesang des Männchens ab. Welche Gehirnregionen entscheiden, ob das Liebesgezwitscher zur Wahl des Partners führt, haben Forscher der Universiteit Antwerpen, der McGill University in Montreal und der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Sie analysierten die Hirnaktivität der Vögel mit funktioneller Kernspintomografie und identifizierten eine entscheidende Region, die wie ein Knotenpunkt fungiert.

International renommierter Mediziner leitete Abteilung für Schmerzmedizin

Prof. Dr. Christoph Maier, der langjährige Leitende Arzt der Abteilung für Schmerzmedizin im Bergmannsheil, geht in den Ruhestand. Sein Abschied stand im Fokus eines hochkarätigen Symposiums im Bergmannsheil, zu dem gestern viele Kollegen, Mitarbeiter und Weggefährten aus dem In- und Ausland erschienen waren. Thema des Symposiums war das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (CRPS), das ein Spezialgebiet der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Maier darstellt. Die kommissarische Leitung der Abteilung übernimmt Dr. Dr. Andreas Schwarzer, bisher Leitender Oberarzt im Team von Prof. Maier.

Der CDU-Abgeordnete und Mitglied des Europaparlaments Dennis Radtke hat am 12.02.2018 die phenox GmbH an ihrem Hauptstandort in Bochum besucht. Der aus dem Ruhrgebiet stammende Politiker überzeugte sich dabei vor Ort von den großen Herausforderungen, denen sich Medizintechnikunternehmen wie die phenox GmbH in Bochum bereits heute stellen müssen. Vor allem für mittelständische Unternehmen bedeutet die neue EU-Medinzinprodukte-Verordnung einen gesteigerten Dokumentationsaufwand sowie verlängerte Zulassungszeiten für die hochinnovativen Produkte.

Wenn ein bestimmtes Enzym fehlt, kann sich das Herz selbst bei starker Belastung nicht krankhaft verdicken.

Bei dauerhaften starken Belastungen, etwa durch Bluthochdruck, kann sich der Herzmuskel krankhaft verdicken. Das führt zu einer Herzinsuffizienz, die lebensbedrohlich werden kann. Forscher aus Bochum und Bonn haben einen entscheidenden Signalweg bei der Entstehung dieser sogenannten Herzhypertrophie aufgeklärt. Ohne ein bestimmtes Enzym, die lösliche Adenylatzyklase, verdickt sich der Herzmuskel nicht. In Plos One vom 21. Februar 2018 berichtet das Team um Prof. Dr. Kornelia Jaquet aus dem Forschungslabor Molekulare Kardiologie, einem gemeinsamen Labor der kardiologischen Kliniken am St. Josef-Hospital und Bergmannsheil, über die Ergebnisse. Die Arbeit entstand in enger Kooperation mit dem Team um Dr. Yury Ladilov und Prof. Dr. Peter Reusch aus der Klinischen Pharmakologie und Wissenschaftlern des Physiologischen Instituts der Universität Bonn (Prof. Dr. Rainer Meyer).

DGTelemed-Vorstand Gernot Marx diskutiert auf dem 12. Gesundheitskongress des Westens

Zum 12. Mal findet am 13. und 14. März 2018 der Gesundheitskongress des Westens in Köln statt und versammelt zahlreiche Expertinnen und Experten des Gesundheitswesens zur Diskussion rund um die Themen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft. Im Zentrum des diesjährigen Kongresses steht die Kernfrage, ob der Innovationsfonds eine Anschlussfinanzierung erhält und weitergeführt wird. Als einer der geladenen Experten wird Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen, Mitglied im ZTG-Forum Telemedizin und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed), die Diskussion zum Thema „Wie innovativ und praxistauglich ist der Innovationsfonds?“ mitgestalten.

Unter den Stoffwechselprodukten könnten auch pharmazeutische Wirkstoffe sein.

Das Antibiotika produzierende Bakterium Streptomyces chartreusis schüttet weitaus mehr Stoffwechselprodukte aus, als sein Genom hatte vermuten lassen. Das lässt auf deutlich komplexere Interaktionen mit der Umwelt schließen als zuvor gedacht. Unter den Substanzen könnten auch pharmazeutisch interessante Moleküle sein. Ein Team um Prof. Dr. Julia Bandow und Christoph Senges von der Arbeitsgruppe Angewandte Mikrobiologie der Ruhr-Universität Bochum analysierte ein breites Spektrum von Stoffwechselprodukten des Bakteriums unter verschiedenen Kulturbedingungen.

Die Hochschule für Gesundheit (hsg) ist jetzt mit dem Forschungsschwerpunkt ‚Versorgungsforschung‘ in die Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) aufgenommen worden. Darüber informierte die HRK Mitte Februar 2018 die hsg.

Rund 150 Teilnehmer*innen

Am 6. Symposium Evidenzbasierte Logopädie des Studienbereichs Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg) haben am 27. Januar 2018 rund 150 Gäste teilgenommen. „Wir freuen uns über diesen großen Zuspruch und hoffen, dass wir durch weiterhin spannende Referent*innen und Vortragsthemen diesen hohen Zuspruch auch in den kommenden Jahren halten können“, erklärte Dr. Sylvia Costard, Professorin für Kindersprache an der hsg, die die inhaltliche Leitung des Symposiums übernommen hatte.

‚Klinische und apparative Diagnostikstandards‘ und ‚Interprofessionelle Zusammenarbeit‘

An der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum starten im September 2018 zwei Zertifikatsmodule im Rahmen des Projekts ‚Aufbau berufsbegleitender Studienangebote in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften‘ (PuG). Die Module ‚Klinische und apparative Diagnostikstandards‘ (Logopädie) und ‚Interprofessionelle Zusammenarbeit‘ (Pflege) werden im Rahmen des Aufbaus der weiterbildenden Master-Studiengänge ‚Evidenzbasierte Logopädie‘ und ‚Advanced Nursing Practice‘ (ANP, also die erweiterte und vertiefte Pflegeexpertise) angeboten, die für beruflich Qualifizierte entwickelt werden. Interessierte können sich bis zum 30. Juni 2018 für die kostenfreien Module online anmelden.