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Gesundheit neu denken: 400 Experten diskutierten Zukunft im Gesundheitswesenheitswesen

Am 5. und 6. September 2018 startete erstmals der Kongress INNOlab auf dem Gesundheitscampus in Bochum. In der Hochschule für Gesundheit und der Aesculap Akademie diskutierten über 400 Wissenschaftler, Angehörige der Heilberufe und Vertreter aus Unternehmen und Politik dabei primär über neue Wege der Versorgung und Zukunft der Arbeit. Digitalisierung bietet dabei Möglichkeiten für innovative Gesundheitslösungen.

Zwei Hirnregionen haben scheinbar eine Schlüsselrolle beim Vergessen.

Was im Gehirn passiert, wenn Menschen willentlich etwas vergessen, hat ein Team der Ruhr-Universität Bochum und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg gemeinsam mit Kollegen aus Bonn, den Niederlanden und Großbritannien erforscht.

Kinder psychisch kranker Eltern leiden mit. Forscher untersuchen, ob sie von einer Behandlung auch mit profitieren.

Das Risiko für Kinder von Eltern, die psychisch krank sind, selbst psychisch krank zu werden, ist hoch. In der Studie „Compare Family“ untersuchen Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB), ob und wie sich die Behandlung des psychisch kranken Elternteils auch auf die Kinder positiv auswirkt.

Innovationsfonds fördert interdisziplinären Ausbau von Diagnostik und Therapie

Seltene Erkrankungen sind außerordentlich schwer zu diagnostizieren und zu behandeln. Wenn nur ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung unter einer solchen Krankheit leidet, gibt es naturgemäß kaum Vergleichsmöglichkeiten oder gar Leitlinien, nach denen sich die Ärzte richten können. Gerade bei diesen Patienten sind Diagnostik und Therapie, die sich nicht auf eine einzelne bestimmte Fachrichtung beschränken, unumgänglich.

Prof. Dr. Katrin Janhsen, Professorin für Public Health / Versorgungsforschung im Department of Community Health der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum), ist mit Schreiben vom 22. August 2018 des Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn, für die nächsten drei Jahre in den Wissenschaftlichen Beirat des Bundesversicherungsamtes bei der Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs berufen worden.

Krieg, Folter, Naturkatastrophen – emotionale Extremerfahrungen können zu posttraumatischer Belastungsstörung führen. Aber nicht alle Menschen sind gleich empfänglich für die Krankheit.

Was im Gehirn passiert, wenn Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) versuchen, Erinnerungen willentlich zu unterdrücken, hat ein internationales Forscherteam analysiert. Bei einem Gedächtnistest zeichneten sie mittels Magnetenzephalografie die Hirnaktivität von schwer traumatisierten Geflüchteten auf und verglichen die Ergebnisse bei Teilnehmern mit und ohne PTBS. Die Daten geben Hinweise auf die neuronalen Grundlagen von wiederkehrenden traumatischen Erinnerungen und für die Therapie.

Das Protein Nurr1 galt lange als vielversprechender Ansatzpunkt bei der Therapie der Parkinson-Krankheit. Bislang war es aber aussichtslos, es als Medikament einzusetzen.

Forscher haben das Protein Nurr1 so modifiziert, dass es von außen in Zellen eindringen kann. Eine Fehlfunktion des Proteins kann unter anderem eine Ursache der Parkinson-Krankheit sein. Nurr1 wird schon länger als möglicher Ansatzpunkt für die Parkinson-Therapie diskutiert, ist in seiner normalen Form aber nicht brauchbar, da es nicht in Zellen gelangen kann. 

Experten des ZTG-Fachforums Telematik über die derzeitigen Entwicklungen im Kontext elektronischer

Viel Bewegung ist im Themenfeld elektronische Akten zu beobachten! Große Krankenkassen bringen patientenzentrierte elektronische Gesundheitsakten (eGA) auf den Markt, bei denen auch Leistungserbringer in die Kommunikation eingebunden werden. Daneben gibt es seit einigen Jahren Initiativen, wie z. B. die elektronische Fallakte EFA, die eine arztgeführte, standardisierte, sektorübergreifende Kommunikation ermöglichen. Darüber hinaus arbeitet die gematik derzeit an einer Spezifikation für eine elektronische Patientenakte ePA gemäß § 291a SGB V, die im Rahmen der Telematikinfrastruktur (TI) eingeführt werden soll.

KVWL

Das Universitätsklinikum Bergmannsheil aus Bochum und das japanische Unternehmen Cyberdyne vertiefen ihre Kooperation in der Anwendung robotergestützter Therapieverfahren. Das asiatische Großunternehmen investiert weiter in die Forschung.

Wenn deutsche Wissenschaftsexpertise auf japanische Technik trifft, ist der Weg zum Erfolg nicht weit. Cyberdyne, ein japanisches Robotik-Unternehmen, und das Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil arbeiten seit fünf Jahren erfolgreich zusammen. Gemeinsam entwickeln sie ein Therapieverfahren, mithilfe dessen querschnittsgelähmten Patienten wieder das Gehen ermöglicht werden kann. Mit dem „HAL“, einem neurologisch gesteuerten Roboteranzug, werden Bewegungsabläufe gezielt unterstützt. Er ermöglicht es gelähmten Menschen, sich aufzurichten und ihr autonomes Gehvermögen wieder gezielt zu trainieren.

Die Kooperation von Cyberdyne, Preisträger des NRW.INVEST Awards 2015, und Bergmannsheil soll nun weiter intensiviert werden. Mit neuen Verfahren, wie etwa einer Therapie speziell für querschnittsgelähmte Kinder, wollen die beiden Partner künftig noch mehr erreichen. „Diese Zusammenarbeit hat es möglich gemacht, Menschen mit Querschnittslähmungen und anderen Bewegungseinschränkungen bislang ungeahnte Therapiechancen zu eröffnen und ihnen ein großes Stück Lebensqualität zurück zu geben“, sagte Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, Ärztlicher Direktor des Bergmannsheil, dem Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum und Direktor der Chirurgischen Klinik.

Wie gelingen gesunde Kommunen?

Was macht eine gesunde Kommune aus? Was können Kommunen für die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger tun? Welche planerischen Instrumente existieren dafür und welche Daten stehen zur Verfügung? Wie können vor Ort, in den Lebenswelten der Menschen „Gesundheitsförderung“ und „Prävention“ für alle Zielgruppen gelingen?

Vom 29. bis zum 31. August geht der SommerCampus 2018 diesen Fragen auf dem Gesundheitscampus NRW in Bochum nach, als gemeinsame Initiative des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW), der Universitätsallianz Metropole Ruhr und der Fachhochschulen in Bochum.

Ziel der Veranstaltung ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kreative Anstöße für die gesunde Gestaltung der eigenen Kommune zu bieten und neue Fragen – insbesondere auch für den ländlichen Raum – zu entwickeln.

Zum Auftakt treffen am 29. August kommunalpolitische Perspektiven auf Ergebnisse aus der Metropolenforschung, die abendlichen Diskutanten sind Minister Karl-Josef Laumann, OB Thomas Hunsteger-Petermann (Hamm), Bürgermeisterin Susanne Mittag (Langenberg/Kreis Gütersloh), Landrat Olaf Schade (Ennepe-Ruhr- Kreis), Arndt Winterer (LZG.NRW) und Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart (TU Dortmund).

Der Donnerstag bietet eine große Auswahl an Workshops, die sich im Detail mit Daten- und Planungsaspekten befassen, die Umsetzung des Präventionsgesetzes und Fragen gesundheitsförderlicher Kommunal-entwicklung diskutieren, bekannte Herausforderungen wie Inklusion und Migration, Entwicklung von Quartieren oder auch Fragen der Versorgung im ländlichen Raum ebenso aufrufen wie das ungewohnte Stichwort „urbane Hörräume“.

Den Abschluss bilden am Freitag Exkursionen in ausgewählte Quartiere der Umgebung, u. a. in die Bochumer Stadtteile Hustadt, Laer und Wattenscheid sowie nach Dortmund Alt-Hörde.

Details zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm

Prof. Dr. Marcus Lehnhardt Präsident der DGPRÄC-Tagung im RuhrCongress

Am 16. Oktober 1968 wurde im Park-Hotel in Bochum (heutige Stadtpark-Gastronomie) die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) gegründet. Aus Anlass ihres nunmehr 50-jährigen Jubiläums organisiert die DGPRÄC ihre jährliche Fachtagung erneut in ihrer Gründungsstadt Bochum. Sie findet statt vom 13. bis 15. September 2018 im RuhrCongress Bochum.

Die i-SOLUTIONS Health GmbH, Hersteller von Informationssystemen für das Gesundheitswesen, stützt mit dem Krankenhaus-Informationssystem (KIS) ClinicCentre die Digitalisierungsstrategie der Krankenhäuser Buchholz und Winsen. So ist die Einführung des KIS im Notfall- und Diagnostikzentrum (NDZ) Winsen der erste Schritt einer groß angelegten IT-Offensive, die künftig beide Krankenhäuser im Landkreis Harburg bei Hamburg miteinander verbinden und Vorteile für Ärzte und Patienten schaffen soll.

In der Natur bestehen Enzyme meist aus Eiweiß. In einer nicht allzu fernen Zukunft könnte das anders sein, erläutert ein Bochumer Forschungsteam in einem Review-Artikel.

Jury zeichnet überzeugende Lösungen für Pflege und Menschen mit Demenz aus

Die Gewinner des ersten SENovation-Award stehen fest. Unter den acht Finalisten setzte sich spur., ein Mobilitätsassistent für Menschen mit Demenz und deren Angehörige, als bestes seniorenfreundliches Gründerkonzept durch. spur. überzeugte im Pitch vor allem durch die kluge Kombination von Technologien wie miniaturisierter Mikroelektronik und Machine-Learning mit einem Design, das nicht stigmatisiert.

Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. zum Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes

Eine Verbesserung der Leistungen und des Zugangs zur ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung für die gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten ist aus Sicht des Praxispersonals grundsätzlich zu begrüßen, erklärt Carmen Gandila, Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. „Im Entwurf steht, dass den Vertragsärztinnen und Vertragsärzten durch Mindestsprechstundenzeiten und offene Sprechstunden nur ein geringfügiger Erfüllungsaufwand für die Praxisorganisation ent-steht.

Betroffene und Angehörige finden Hilfe in Bochumer Medienambulanz

Galten bei Gründung der Bochumer Medienambulanz der LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Jahr 2012 noch 500.000 Menschen als internetsüchtig, so sind es heute schon mehr als doppelt so viele. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind gefährdet.