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Dr. Matthias Elling, Ltd. Oberarzt der Augenklinik, bei der Kataraktoperation mit dem Femtosekundenlaser. Quelle: Andreas Rehkopp, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum

Hohe Auszeichnung für Augenklinik des Knappschaftskrankenhauses

Das Expertengremium der Organisation EVICR.net (European Vision Institute Clinical Research Network) hat die Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum zum wiederholten Male als „Clinical Site of Excellence“ zertifiziert.

Doch während diese Würde normalerweise nur für die Dauer von zwei Jahren verliehen wird, erhielt die Universitätsaugenklinik Bochum sie aufgrund ihrer herausragenden Leistung bereits für die nächsten vier Jahre. „Diese Auszeichnung bedeutet uns sehr viel“, betont Professor Dr. Burkhard Dick, Direktor der Augenklinik, „und wir verstehen sie vor allem als Verpflichtung, in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen. Klinische Forschung ist nichts Abstraktes, denn gerade heutzutage kommt sie meist ungewöhnlich schnell unseren Patienten zugute.“

Das EVICR.net ist ein Zusammenschluss europäischer Spitzenforschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Augenheilkunde und der Grundlagenforschung des menschlichen Sehens. In dem Netzwerk sind 101 Institutionen aus 15 europäischen Ländern vertreten. Zu den Aufgaben gehört es, die wissenschaftlichen Leistungen und die Relevanz der klinischen wie experimentellen Forschung einer Klinik zu kontrollieren. Wird diese als dem höchsten Level entsprechend befunden, bekommt die betreffende Klinik das Qualitätszertifikat „Clinical Site of Excellence“. Experten gilt eine solche Beurkundung als ein Beleg für den hohen Stand der Patientenversorgung und auch des klinisch-wissenschaftlichen Rangs einer Klinik. Und als eine solche Stätte klinischer Exzellenz gilt die Universitätsaugenklinik Bochum nun für mindestens die nächsten vier Jahre.

„Unter den zahlreichen Forschungsprojekten, die wir hier in Bochum betreiben, finden sich gleich mehrere, die das Potenzial haben, einen direkten Benefit für den Patienten zu haben“, sagt Professor Dick. „Es dürfte weltweit kein Zentrum mit einem solchen Output an wissenschaftlichen Arbeiten über eine neuartige Technologie, den Femtosekundenlaser und seine Anwendung in der Kataraktchirurgie haben, wie bei uns. Damit konnten wir beitragen, den häufigsten Eingriff der operativen Medizin noch sicherer und noch präziser zu machen“, berichtet er stolz. Neben dem Grauen Star widmet sich sein Team auch der Erforschung des Grünen Stars und der damit verbundenen Frage, warum ein Mensch an Glaukom erkrankt. „Wir wollen diesem Rätsel in der Ätiologie, der Krankheitsentstehung, auf den Grund gehen – und damit daran mitwirken, neue Therapieansätze zu konzipieren.“