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Weiterbildung zum Neuropsychologen

12. Mai 2014 in Gesundheitscampus, Wissenschaft

Dr. med. Volker Völzke (links), Leiter der Abteilung Neuropsychologie an der HELIOS Klinik Holthausen, und Prof. Dr. Boris Suchan, Leiter der Abteilung Neuropsychologie an der Ruhr-Universität © HELIOS Klinik Holthausen, Foto: Martin
Dr. med. Volker Völzke (links), Leiter der Abteilung Neuropsychologie an der HELIOS Klinik Holthausen, und Prof. Dr. Boris Suchan, Leiter der Abteilung Neuropsychologie an der Ruhr-Universität
© HELIOS Klinik Holthausen, Foto: Martin

Erste universitäre Weiterbildungskooperation in NRW Ruhr-Universität Bochum und HELIOS Klinik Holthausen arbeiten zusammen

Die HELIOS Klinik Holthausen, Fachklinik für neurochirurgische und neurologische Rehabilitation für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, intensiviert die Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum. Die Abteilung für Psychologie unter der Leitung von Dr. Volker Völzke und der Lehrstuhl für Klinische Neuropsychologie unter der Leitung von Professor Dr. Boris Suchan vereinbarten die erste universitäre Weiterbildungskooperation in Nordrhein-Westfalen. Durch diese Zusammenarbeit können die beiden Einrichtungen die Weiterbildung für Psychotherapeuten zum Neuropsychologen anbieten. Bereits seit 20 Jahren gibt es eine Kooperation bei der Ausbildung von Studierenden im Rahmen von Berufspraktika.

Bessere Patientenversorgung für NRW

Seit Februar 2012 ist die klinische Neuropsychologie als ambulantes Therapieverfahren anerkannt. Die klinische Neuropsychologie diagnostiziert und behandelt psychische Folgen einer Hirnschädigung, beispielsweise Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen oder reaktive Depressionen mit psychologischen Methoden. Betroffen sind Patienten oftmals nach Schädel-Hirn-Traumata, Hirnblutungen, Schlaganfällen, tumorösen oder entzündlichen Hirnprozessen oder nach Reanimationsprozessen. Neurologische Erkrankungen wirken sich stark auf die Lebensqualität und die Teilhabe am Alltagsleben aus. „Die Verbesserung der Patientenversorgung in NRW durch qualifizierte Ausbildung ist das Ziel“, sagt Dr. Volker Völzke.

Anerkennung durch die Psychotherapeutenkammer NRW

Parallel dazu verfolgen beide Institutionen die Weiterentwicklung und Evaluation bestehender neuropsychologisch therapeutischer Ansätze. Hierbei wurden nahezu 20 universitäre Abschlussarbeiten durchgeführt, und ehemalige Studierende bilden den Stamm der jüngeren Mitarbeiter der elfköpfigen Abteilung.
Nächster Schritt ist die Anerkennung der Kooperation durch die Psychotherapeutenkammer NRW. Dadurch entsteht eine berufliche Perspektive für approbierte Psychologinnen und Psychologen mit dem Schwerpunkt Neuropsychologie.