Menu
Visual

Unter den Besten im Bereich Familiale Pflege

6. Mai 2014 in Kliniken

Knappschaftskrankenhaus punktet mit kostenlosem Angebot für pflegende Angehörige

Haende 01

Mit seinem kostenlosen Lehr- und Beratungsangebot für pflegende Angehörige hat das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum im vergangenen Jahr 542 Patienten bzw. deren Angehörigen geholfen und belegt damit den siebten Platz unter allen 360 teilnehmenden Allgemeinkrankenhäusern, Psychiatrien und Reha-Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wenn ein geliebter Mensch zum Pflegefall wird, ändert sich das Leben drastisch – für den Betroffenen selbst, aber auch für die Angehörigen, vor allem dann, wenn sie den Erkrankten in seiner vertrauten Umgebung pflegen wollen, um ihm so eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten zu können. Doch häusliche Pflege will gelernt sein. Unterstützung bietet das UK Knappschaftskrankenhaus Bochum bereits seit Ende 2012 mit Beratungsgesprächen, Einzeltrainings am Patientenbett noch vor der Entlassung, Pflegetrainings zuhause nach der Entlassung, der Anleitung zum Einsatz von Hilfsmitteln, regelmäßigen Pflegekursen und Gesprächskreisen – alles unter dem Motto „Familiale Pflege“. Ansprechpartner für Patienten und deren Angehörige sind die Pflegeberater Helga Brückhäuser und Thorsten Heinrich. Beide sind erfahrene Pflegeexperten, die bereits seit Jahren als Abteilungsleiter in der Pflegedirektion des Knappschaftskrankenhauses tätig sind. Beratung und Kurse sind kostenlos, unabhängig von der jeweiligen Krankenkasse.

Das Angebot findet im Rahmen eines Projektes der Universität Bielefeld und der AOK Nord-West als Modellprogramm statt und dient der Begleitung und Kompetenzförderung von pflegenden Angehörigen im Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Versorgung. Das Modellprogramm läuft seit 2004 in Nordrhein-Westfalen. Nach Schätzungen der Uni Bielefeld sollen mit dem Förderprogramm „Familiale Pflege“ in diesem Jahr 48.000 Pflegende erreicht werden, im vergangenen Jahr waren es bei 310 teilnehmenden Kliniken 38.657.

Wie wichtig Aufklärungsarbeit und praktische Hilfestellungen in diesem Bereich sind, zeigen die Zahlen der Pflegestatistik: Von derzeit 2,5 Mio. pflegebedürftigen Menschen werden 70 Prozent zuhause versorgt, 47 Prozent davon ausschließlich von den Familien und weitere 23 Prozent mit Unterstützung eines Pflegedienstes. Lediglich 30 Prozent leben in Altenheimen. Im Zuge des demografischen Wandels wird für das Jahr 2020 ein Anstieg auf 2,9 Mio. Pflegebedürftige erwartet und 2050 könnten es bereits 4,5 Mio. Betroffene sein.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Rufnummer der Pflegedirektion 0234 / 299-3902.