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Deutschlandstipendium hilft beim Bücherkauf

4. Juli 2014 in Gesundheitscampus

Cornelia Gerspach, Foto: privat
Cornelia Gerspach, Foto: privat

Freundin gab den Tipp, sich zu bewerben / 300 Euro pro Monat

„Eine Freundin hat mir im Dezember 2013 den Tipp gegeben, mich für das Stipendium zu bewerben. Als ich dann im April die Zusage bekommen habe, habe ich mich sehr gefreut!“ Mit diesen Worten hat Cornelia Gerspach, Studentin der Logopädie im zweiten Fachsemester an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, beschrieben, wie sie zum Deutschlandstipendium kam, mit dem sie seit dem Frühjahr 2014 gefördert wird.

Laut Bundesbildungsministerium haben deutsche Hochschulen im Jahr 2013 19.740 Deutschlandstipendien bundesweit vergeben. An der hsg erhalten aktuell acht Studierende ein Stipendium. Das einkommensunabhängige Stipendium in Höhe von 300 Euro im Monat richtet sich an Studienanfänger und begabte Studierende, die in ihrem bisherigen Werdegang besondere Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen sowie besonderes bürgerschaftliches Engagement gezeigt haben. Monatlich tragen private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen pro Stipendium 150 Euro. Die andere Hälfte finanziert der Bund. Die Fördersumme von 300 Euro pro Monat wird über einen Mindestzeitraum von zwei Semestern ausgezahlt – bei gleichbleibend guten Leistungen sogar bis zum Ende des Studiums.

Gerspach: „Die Sponsoren kenne ich leider nicht. Ich freue mich jedoch sehr, dass meine schulischen Leistungen und mein Engagement nun in Form eines Stipendiums gewürdigt werden. Das Geld kann ich gut gebrauchen und werde mir davon auf jeden Fall einige Logopädiebücher kaufen.

Die 19-jährige Cornelia Gerspach war schon seit der ersten Klasse in der Schule und der Kirche sehr engagiert. „In der Schülervertretung habe ich mich an verschiedenen sozialen Projekten beteiligt. Zur Finanzierung des Abi-Balls habe ich an einem Musikprojekt mitgewirkt, bei dem wir selbst die Texte für eine moderne Version der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart geschrieben, die Lieder komponiert und das Musical schließlich aufgeführt haben. Zudem habe ich ein freiwilliges Sozialpraktikum in einer Kindertagesstätte gemacht und habe eine Lesepatenschaft in einem Kindergarten übernommen.“ Zur Zeit unterstützt sie auch ihre Großeltern im Haushalt. „Ich ärgere mich, wenn mein Opa in der Gemeinde auf seine Einschränkung reduziert wird. Ich freue mich sehr, dass ihm eine Logopädin und ein Physiotherapeut zu großen Fortschritten verhelfen“, sagt Gerspach.

Auch bei Ann-Katrin Landsgesell, die ihre Zusage zum Deutschlandstipendium bereits im Januar 2014 erhalten hat, war das besondere soziale Engagement entscheidend. „Ich habe mich in Form eines Freiwilligen Sozialen Jahres entwicklungspolitisch in einem Rehabilitationszentrum für körperlich behinderte und taubstumme Kinder in Kenia eingesetzt. Darüber hinaus habe ich einige Jahre in einer Jugend- und Pfadfindergruppe mitgearbeitet. Über die Erteilung des Stipendiums habe ich mich riesig gefreut! Somit hat sich die Suche nach einer Nebentätigkeit für mich erst einmal erledigt und ich kann mich voll und ganz auf mein Studium konzentrieren“, sagte sie.

Der 25-jährige Maximilian Grzella, Student der Pflege im achten Fachsemester mit dem Schwerpunkt Gesundheits- und Krankenpflege, erhält noch bis Ende August 2014 ein Deutschlandstipendium. Grzella: „Von der Fördersumme habe ich mir einige Fachbücher gekauft und ich plane, mehrere Kongresse zu besuchen. Außerdem möchte ich mit einem Teil des Geldes eine berufsbezogene Weiterbildung finanzieren. Ohne das Stipendium wäre all dies sicher nicht möglich!“.

 

hsg sucht Sponsoren und Studierende mit guten Leistungen

Acht Deutschlandstipendien / hsg-Stipendienfonds für kleine Beträge

Der 25-jährige Maximilian Grzella, Student der Pflege im achten Fachsemester mit dem Schwerpunkt Gesundheits- und Krankenpflege, ist einer von insgesamt acht Studierenden der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum, die zurzeit mit dem Deutschlandstipendium gefördert werden. Die Zusage dazu hat er im Dezember 2013, einige Tage vor Weihnachten erhalten – quasi als „vorweihnachtliches Geschenk“, wie er es selbst bezeichnet.

Die Fördersumme des Stipendiums, die je zur Hälfte von privaten Förderern und dem Bund übernommen wird, beträgt 300 Euro pro Monat und wird über einen Mindestzeitraum von zwei Semestern gezahlt. Für Grzella bedeutet dies, dass er bis zum Ende seiner Regelstudienzeit Ende August 2014 gefördert wird.

„Auf die Vergabe des Stipendiums bin ich von einer Professorin der Hochschule aufmerksam gemacht worden – allerdings erst am Tag des Fristablaufs. Glücklicherweise konnte ich alle erforderlichen Unterlagen noch am selben Tag zusammentragen und mich für das Stipendium bewerben – mit Erfolg!“, so Grzella.

Für ein Deutschlandstipendium können sich Studierende jederzeit bewerben. Sie sollten gute Noten und/oder Studienleistungen vorweisen können. Außerdem gehört die Bereitschaft dazu, Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg.

Bei Maximilian Grzella ist sein Engagement keinesfalls von der Hand zu weisen: „Ich habe während meines Studiums in den unterschiedlichsten Gremien der Hochschule als studentischer Vertreter mitgewirkt. Insbesondere meine Zeit als stellvertretender Vorsitzender des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) möchte ich an dieser Stelle hervorheben. Vor meinem Studium habe ich mich – und ich mache es aktuell noch immer – sehr stark berufspolitisch für die Pflege engagiert. Dies äußert sich in der aktiven Mitarbeit in der Arbeitsgruppe des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK). Zudem war ich ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig.“

Grzella fügt hinzu, dass er sich sehr über die Zusage zum Stipendium gefreut hat. „Ich möchte mich bei den Sponsoren bedanken! Von der Fördersumme habe ich mir einige Fachbücher gekauft und ich plane, mehrere Kongresse zu besuchen. Außerdem möchte ich mit einem Teil des Geldes eine berufsbezogene Weiterbildung finanzieren. Ohne das Stipendium wäre all dies sicher nicht möglich!“

Auch Sponsoren können sich jederzeit bei der hsg melden. Unternehmen, Vereine oder Privatpersonen können mit 150 Euro monatlich ein junges Talent an der hsg in Bochum fördern. Potentielle Sponsoren unterstützen damit nicht nur einen leistungsstarken, engagierten Studierenden, sondern sie können sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren, sie stärken ihr regionales Netzwerk und gewinnen Einblicke in Forschung und Wissenschaft. „Wir freuen uns über jeden Sponsor, über kleinere und größere Spendenbeträge. Förderer können hsg-Jahresstipendien in Höhe von 1.800 Euro übernehmen oder einen Förderbeitrag in beliebiger Höhe spenden. Die kleineren Geldbeträge werden in einen hsg-Stipendienfonds eingezahlt und fließen dann gesammelt in ein Jahresstipendium ein. So kann jeder nach Belieben fördern“, erläutert hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs.

Kontakt für den Bereich Stipendien an der hsg:

Esther Mara Brüning, Tel.: +49 (0) 234 77727-379, esther-mara.bruening(at)hs-gesundheit.de

Jelena Jojevic, Tel.: +49 (0) 234 77727-377, jelena.jojevic(at)hs-gesundheit.de