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Knappschaftskrankenhaus erhält „Krankenhausehrung Organspende“

19. September 2013 in Kliniken

Zertifikat_Traumazentrum

Deutsche Stiftung Organtransplantation würdigt Engagement

Als einzige Klinik der Metropole Ruhr wurde das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum heute von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) für ihr besonderes Engagement im Bereich der Organspende ausgezeichnet. Bei der Verleihung auf der Zeche Zollverein erhielten zudem sieben weitere Kliniken aus ganz Nordrhein-Westfalen die „Krankenhausehrung Organspende“, darunter das St. Hubertus-Stift Bedburg, Ev. Krankenhaus Bielefeld Gilead, LVR-Klinik Bonn, Uniklinik Köln, Ev. Klinikum Niederrhein, St. Lukas Klinik Solingen und das Helios-Klinikum Wuppertal.

Die DSO ehrt seit 2002 die Arbeit der Krankenhäuser, die sich mit besonderem Engagement für die Organspende eingesetzt haben. Ziel ist es, die Anstrengungen der Kliniken zu würdigen und sie damit zu weiterem Einsatz für die Organspende zu motivieren. Zudem soll die Auszeichnung auch Ansporn für andere Krankenhäuser sein, sich in der Organspende zu engagieren. Die wichtigsten Kriterien für eine Auszeichnung sind die Benennung und Unterstützung eines Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitung, die kontinuierliche Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende.

Das Knappschaftskrankenhaus Bochum war eines der ersten Krankenhäuser, die schon vor der gesetzlichen Verpflichtung in NRW das Amt eines „Organspendebeauftragten“ eingeführt haben und in einem Modellversuch die Effektivität dieser Infrastruktur nachgewiesen haben. „Die enge Kooperation mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation ist in allen Bereichen vorbildlich und hat in ihrer Kontinuität zu einer hohen Zahl von erfolgreich realisierten Organspenden in Bochum-Langendreer geführt“, lobt die DSO den Einsatz am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum.

Möglich macht das die etablierte und fächerübergreifende Zusammenarbeit aller medizinischen Disziplinen. Zudem sind die Mitarbeiter des Hauses für das Thema Organspende sensibilisiert und entsprechend geschult.

Prof. Dr. Richard Viebahn, Ärztlicher Direktor des Hauses, warb noch einmal für die Organspende – vor dem Hintergrund, dass über 10.000 Patienten aus Deutschland dringend auf ein neues Organ warten, muss die Devise lauten: Organspende – jetzt erst recht.