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Bei Handverletzungen in besten Händen

10. Oktober 2013 in Kliniken

Bild: M. Gloger / Bergmannsheil
Bild: M. Gloger / Bergmannsheil

Hand-Trauma-Zentrum am Bergmannsheil zertifiziert

Die Hand ist ein sehr komplexes Körperteil, Verletzungen können daher zu schwerwiegenden Funktionseinschränkungen führen und verursachen schlimmstenfalls eine dauerhafte Funktions- und Arbeitsunfähigkeit. Für die Versorgung aller Arten von Verletzungen an der Hand und am Handgelenk steht das Handchirurgiezentrum am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil zur Verfügung. Es wurde jetzt vom Dachverband der europäischen handchirurgischen Gesellschaften, der Federation of European societies for surgery of the hand (FESSH), für drei Jahre als Hand-Trauma-Center zertifiziert.

Komplexe Anatomie erfordert hohe Kompetenz

Weil die Hand viele funktionelle Strukturen vereint, ist eine hohe fachliche Kompetenz und Spezialisierung erforderlich, um aufwändige Handverletzungen zu versorgen. Zentren, die sich nach den Richtlinien der FESSH zertifizieren lassen wollen, müssen unter Anderem eine qualifizierte Rund-um-die-Uhr-Versorgung für Akutverletzungen, eine Mindestanzahl spezialisierter Fachärzte und Mindestbehandlungszahlen nachweisen. Die Zertifizierung gibt Patienten Sicherheit, dass sie nach aktuellen und anerkannten wissenschaftlichen Standards behandelt werden. Das Handchirurgiezentrum am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil wird gemeinschaftlich betrieben von der Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte (Direktor: Prof. Dr. Marcus Lehnhardt) und der Chirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer). Zum Behandlungsspektrum zählen Knochenbrüche, Band-, Sehnen-, Nerven- und Gefäßverletzungen ebenso wie schmerzhafte Erkrankungen aller Art. Ein Replantationsdienst zur schnellen Versorgung von Amputationsverletzungen steht 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Je nach Verletzungs- oder Erkrankungsmuster werden weitere Spezialisten der Neurologischen Klinik und der Abteilung für Schmerzmedizin hinzugezogen.