Menu
Visual

„Alternde Menschen an der Ruhr“

14. November 2013 in Kliniken, Veranstaltungen

LWL-Universitätsklinikum Bochum prämierte die schönsten Fotos: Liebe als wichtige Ressource im Alter

Setzte „Alternde Menschen an der Ruhr“ am besten ins Bild: Mathias Schumacher neben Projektleiterin Diplom-Psychologin Friederike Tornau. (Bildquelle: LWL)
Setzte „Alternde Menschen an der Ruhr“ am besten ins Bild: Mathias Schumacher neben Projektleiterin Diplom-Psychologin Friederike Tornau. (Bildquelle: LWL)

Wie können Alt und Jung zukünftig zusammen leben? Mit dieser Frage befasste sich in den vergangenen Monaten ein Fotowettbewerb des LWL-Universitätsklinikums Bochum im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), für das sich junge Menschen aus dem Ruhrgebiet eigens auf den Weg gemacht hatten, um entsprechende Motive zu finden. Am vergangenen Samstag (9.11.) wurden im Rahmen einer Fotoausstellung und Tagung die schönsten fünf ausgewählt. „Neue Liebe im Alter“ gefiel den Besuchern am besten; für dieses ansprechende Motiv erhielt der gebürtige Bochumer Mathias Schumacher 500 Euro. Auch die türkischen Frauen zweier Generationen unter einem Baum von Arzu Cengiz, Bochum, oder die Studierenden auf der Rolltreppe vs. der ältere Herr zu Fuß auf der Treppe von Lukas Bürger, Lünen, als Fotomotive überzeugten ebenso wie die Handinnenfläche mit Schriftzug „Ich wohne in der Zechenstraße 7“ („Erinnerungsstütze“) von Jona Möller, Oer-Erkenschwick, oder die ältere Frau nach einer zurückliegenden schweren Erkrankung („Amazone“) von Mandy Schreiber, Herten.

Preisträger Mathias Schumacher über seine Fotoidee: „Ich bin der Meinung, dass sich Zuneigung und Nächstenliebe, möglicherweise besonders im Alter, positiv auf die psychische Verfassung von Menschen auswirken können. Die Junioren von heute sind die Senioren von morgen – wer sich dies im Umgang mit älteren Menschen vergegenwärtigt, könnte zu dem Schluss kommen, dass man die Senioren von heute so behandeln sollte, wie man selbst im Alter behandelt werden möchte.“

Der demografische Wandel beschäftigt die Menschen. Immer mehr Ältere stehen weniger jungen Menschen gegenüber. Auch psychische Erkrankungen von Älteren wie Demenz, Depressionen im Alter und ihre Auswirkungen auf das soziale Umfeld spielen zunehmend eine wichtige Rolle. Mit seinem Projekt „AlMaR – Alternde Menschen an der Ruhr“ hatte das Projektteam des LWL-Universitätsklinikums Bochum es innerhalb kurzer Zeit geschafft, insbesondere junge Menschen für diese Themen zu interessieren. „Junge Hobbyfotografen sollten sich in einem Wettbewerb mit den Ressourcen bei psychischen Erkrankungen und den Herausforderungen im Alter auseinander setzen“, erklärt Projektleiterin Diplom-Psychologin Friederike Tornau das Vorhaben. „Letztlich bewiesen sie Mut und Kreativität, sich über eine gemeinsame Zukunft Gedanken zu machen.“

Die Ausstellung läuft noch bis Ende des Jahres; der Eintritt ist frei.