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Spatenstich für Stadtbahnhof „Gesundheitscampus“

1. März 2013 in Gesundheitscampus

Erster Spatenstich für den U-Bahnhof Gesundheitscampus am 27.02.2013.
Foto: Stadt Bochum, Presseamt

Mit einem Spatenstich haben am 27. Februar die Bauarbeiten für den Stadtbahnhof „Gesundheitscampus“ auf der Universitätsstraße begonnen.

Die Landesregierung NRW hatte 2009 beschlossen, den Gesundheitscampus NRW auf dem Bochumer Areal „Campus West“ zu errichten. Grundlage für die Standortentscheidung war das Angebot der Stadt Bochum, eine ortsnahe zusätzliche Haltestelle „Gesundheitscampus“ auf der Campuslinie U 35 zu schaffen.

Planung

Der neue Stadtbahnbahnhof liegt an der Universitätsstraße zwischen den Haltestellen Markstraße und Ruhr-Universität. Die Universitätsstraße führt in diesem Bereich mit drei Brücken – zwei Straßen- und eine Stadtbahnbrücke – über die Max-Imdahl-Straße. Das Tiefbauamt errichtet den Stadtbahnhof zwischen den Fahrstreifen der Universitätsstraße in der heutigen Gleisanlage als Mittelbahnsteig. Die zwei Brückenbauwerke der Straße bleiben dabei erhalten; die Stadtbahnbrücke wird abgerissen und vollständig neu gebaut. Die neue Haltestelle „Gesundheitscampus“ wird über zwei Zugänge verfügen: Über den Ostkopf ist die Max-Imdahl-Straße angebunden. Der Bahnsteig wird dort über eine feste Treppe und einen behindertengerechten Aufzug erschlossen. Der Westkopf kann vom Gesundheitscampus und BioMedizinPark über einen 130 Meter langen, behindertengerechten Weg erreicht werden. Diese Rampe mündet in einem beleuchteten Personentunnel, der die Universitätsstraße unterquert. Eine feste Treppe, ein behindertengerechter Aufzug und eine Fahrtreppe führen am Ende des Tunnels auf den Bahnsteig.

Gestaltung

Für die Gestaltung des Stadtbahnhofes lobte die Stadt Bochum einen Wettbewerb aus. Ziel war ein identitätsstiftender gestalterischer Ausbau der Haltestelle, eine Kultivierung der Empfangssituation und damit ein weiterer hochwertiger Baustein auf der Entwicklungsachse „Universität – Stadt“. Das Siegerteam des Wettbewerbs, Dietmar Riecks vom Büro Banz + Riecks und Christine Wolf von wbp Landschaftsarchitekten, griffen das Thema „Gesundheit“ optisch auf. Riecks entschied sich für ein schwebendes, weißes Dach, das sich unter anderem für direktes Tages- wie gestreutes Kunstlicht öffnet und mit seiner sich so verdichtenden bzw. auflockernden Struktur an DNA-Codes erinnert. Abends und nachts wird es beleuchtet sein. Das Dach überspannt zudem den gesamten Stadtbahnhof und schützt so Fahrgäste sowie Rolltreppen und Aufzüge vor Wind und Wetter.

Bauablauf und Verkehrsführung

Die Bauarbeiten finden unter laufendem Betrieb der Campuslinie U 35 statt. Dazu werden die Gleise zwischen den Haltestellen „Markstraße“ und „Ruhr-Universität“ in beide Fahrtrichtungen auf den jeweils linken Fahrstreifen der Universitätsstraße verlegt. Wenn die Gleise auf den Straßenbrücken verlegt sind, kann die bisherige Stadtbahnbrücke abgerissen und anschließend neu gebaut werden. Während des Baus des Gleisprovisoriums steht auf dem betreffenden Abschnitt der Universitätsstraße für einen Zeitraum von etwa zwei Monaten nur ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Danach sind bis zum Ende der Bauarbeiten auf der Universitätsstraße zwei Fahrstreifen in jede Richtung befahrbar. Der linke Fahrstreifen ist jeweils für die Campuslinie U 35 reserviert. Für den Neubau des Stadtbahnhofes wird zudem die Max-Imdahl-Straße teilweise gesperrt. Überwiegend wird dort auf Höhe der Brücke je ein Streifen für beide Fahrtrichtungen geöffnet sein. Das Tiefbauamt muss den Straßenabschnitt für einige Arbeiten jedoch vollständig sperren.

Kosten

Insgesamt kostet der Bau des neuen Stadtbahnhofes etwa 14,6 Millionen Euro brutto. 85 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten werden durch den VRR erstattet. Die Stadt Bochum übernimmt einen Eigenanteil von 1,8 Millionen Euro.

Bauzeit

Die Arbeiten für den Roh- und Gleisbau haben bereits begonnen und können voraussichtlich im Sommer 2014 abgeschlossen werden. Der anschließende Innenausbau dauert etwa ein Jahr, so dass der Stadtbahnhof im Sommer 2015 in Betrieb genommen werden kann.