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Ziele mit dem Wissenschaftsministerium vereinbart

19. Januar 2012 in Gesundheitscampus, Wissenschaft

hsg-Präsidentin Anne Friedrichs: „Weichen gestellt“

Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit (hsg), und Wissenschaftsministerin Svenja Schulze haben heute die erste Ziel- und Leistungsvereinbarung (ZLV) zwischen der hsg und dem Ministerium in Essen unterzeichnet.

„Die Hochschule für Gesundheit hat das Ziel, einen wesentlichen Beitrag zur Aka­de­misierung der Gesundheitsberufe zu leisten. In der Ziel- und Leistungs­verein­barung haben hsg und Wissenschaftsministerium die Arbeitsschwerpunkte für die Förderung der Professionalisierung und Akademisierung der Gesundheits­berufe festgelegt. Damit sind die Weichen gestellt, dass wir dieses Ziel erreichen können“, sagte hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs.

Laut ZLV ist es für die Akademisierung der Gesundheitsberufe erforderlich, eine forschungsbasierte Lehre zu etablieren und anwendungsorientierte Forschung im Bereich der Gesundheitsberufe zu ermöglichen und zu fördern. Im Zuge der Profilierung der hsg werden insbesondere Forschungsaktivitäten im Bereich der angebotenen Gesundheitsstudiengänge vorangetrieben. Es ist geplant, bis Anfang 2013 ein hochschuleigenes Forschungsinstitut zu gründen, das bis Ende 2013 Forschungsprojekte in den Bereichen „Kooperative Gesundheitsforschung über die Lebensspanne“ und „Akademisierung und Professionalisierung“ initiieren wird.

Foto: MIWF/GP Müller

Durch die Förderung und Durchführung von Forschungsvorhaben verbessert sich die Entwicklung der wissenschaftlichen Disziplin. Ein weiterer entscheidender Schritt, um die Akademisierung umzusetzen, ist es, weiteren wissenschaftlichen Nachwuchs in den Bereichen Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie auszubilden.

Die hsg hat dabei auch den Transfer von akademischem Wissen in die Praxis im Blick. Eine zentrale Herausforderung für die Hochschule ist die Weiterqualifizierung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den Einrichtungen der hsg-Kooperationspartner für die praktischen Studienphasen der Studierenden zu­ständig sind. So werden Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter in der hsg fachlich und didaktisch geschult und in das Studienkonzept der hsg eingeführt. Insbesondere im Hebammenbereich gibt es bislang wenige Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, so dass hier durch den Studiengang Hebammenkunde eine Reihe von Schulungen und Veranstaltungen sowie eine Praxisanleiter/in-Weiterbildung, die insgesamt 210 Stunden umfasst, organisiert wird.

„Den Ziel- und Leistungsvereinbarungen kommt traditionell eine zentrale Be­deutung zu. Sie schaffen die notwendige Balance zwischen Hochschulautonomie, Transparenz bei der Verwendung staatlicher Mittel und den wissenschafts- und forschungspolitischen Gesamtinteressen des Landes. Mit den Zielvereinbarungen setzen wir zugleich unsere Anstrengungen für ein gerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem fort“, so Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.