Menu
Visual

Gesundheitscampus: Perfekt im Zeitplan

4. April 2012 in Gesundheitscampus

Im Jahr 2009 hat sich die Landesregierung für Bochum als Standort für den zukünftigen Gesundheitscampus NRW entschieden. Das ca. 11 ha große Areal des Gesundheitscampus liegt zwischen den Sportanlagen der Ruhr-Universität Bochum und dem BioMedizinPark Bochum. Kurz nach der Entscheidung wurde mit dem Bebauungsplanverfahren begonnen. Hierzu wurde noch in 2009 eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe mit Vertretern von Stadt, medlands. RUHR, den zukünftigen Nutzern und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes als Bauherrn eingerichtet.

Auf Grundlage des Bebauungsplanes dürfen nun die Gebäude errichtet werden: die Hochschule für Gesundheit, der Bau für Gemeinschaftseinrichtungen wie Mensa und Bibliothek, das neue Europäische Proteinforschungszentrum (PURE), sowie ein Gebäude für Einrichtungen des NRW-Gesundheitsministeriums, u.a. das Landeszentrum für Gesundheit, das bisher noch gegenüber auf dem BioMedizinPark Bochum untergebracht ist. Neben dem „Kernbereich“ des Gesundheitscampus wurden auch Flächen für mögliche Erweiterungen mit einbezogen.

Der Bebauungsplan basiert auf dem Entwurf des Architekturbüros Leon, Wohlhage, Wernik aus Berlin, der als Sieger aus dem städtebaulichen Wettbewerb im Jahre 2010 hervorgegangen ist. Die zentralen Gestaltungselemente des städtebaulichen Entwurfes mit der Campus-Terrasse, den kompakten Baukörpern mit einer deutlich sichtbaren Raumkante, der begleitenden Grünfläche sowie die innere Erschließung des Geländes wurden im Bebauungsplan umgesetzt. Während des Verfahrens wurde die Öffentlichkeit mehrmals beteiligt, u.a. im Rahmen einer Bürgerversammlung im Juni 2010.

Letztlich konnte jetzt der Rat am 01.03.2012 den Bebauungsplan 286 d – Gesundheitscampus NRW – als Satzung beschließen. Auf dieser Grundlage erteilte die Stadt Bochum im gleichen Monat ihre Zustimmung zum Bauantrag der Hochschule für Gesundheit. Bereits im Vorfeld wurden auf dem Gelände Bergschäden beseitigt und die Vorbereitungen zur Erschließung des Campus-Geländes durchgeführt. Neben einer Stichstraße werden zwei Kreisverkehre die Standorte des Gesundheitscampus und des Bio-Medizin-Parks miteinander verbinden. Durch den Bau einer neuen Haltestelle der „Campuslinie“ U 35 wird eine attraktive Anbindung an den Hauptbahnhof und den Universitäts-Campus geschaffen.

Die komplexen rechtlichen Voraussetzungen verlaufen somit exakt im anvisierten Zeitplan, was nicht selbstverständlich ist. Noch bis zum Sommer werden jetzt die Hochbaumaßnahmen begonnen, damit die Hochschule wie geplant zum Wintersemester 2014 ihren Betrieb aufnehmen kann.