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Ministerin Barbara Steffens eröffnet Diagnostik Zentrum Ruhr

3. Februar 2012 in Kliniken, Unternehmen, Wissenschaft

Auf dem Campus der Ruhr-Universität-Bochum und in direkter Nachbarschaft des Grönemeyer Instituts für Mikrotherapie wurde am 1. Februar das neue Diagnostik Zentrum Ruhr (DZR) eingeweiht. Initiatoren sind der Bochumer Radiologe Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer und der Kardiologe PD Dr. Bodo Brandts. Beide setzen auf eine enge Verflechtung ihrer Fachgebiete. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens übernahm die offizielle Eröffnung des Diagnostik Zentrums. Gemeinsam mit den Gründern des DZRs sowie Dr. med. Jens Baas, Vorstand der Techniker Krankenkasse, nahm die Ministerin anschließend an der von TV-Journalist Ranga Yogeshwar (Quarks&Co.) moderierten Podiumsdiskussion teil.

v.l.n.r.: Ranga Yogeshwar, PD Dr. Bodo Brandts, NRW -Gesundheitsministerin Barbara Steffens, Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, Dr. med. Jens Baas (Vorstand Techniker Krankenkasse), Dr. med. Marietta Garmer und Dr. med. Cord Müller

„Die Schwerpunkte der neuen Einrichtung sind die Diagnostik des unklaren Thoraxschmerzes und die nicht-invasive Gefäßdiagnostik mittels Low-Dose-Cardio CT“, fasste Grönemeyer zusammen, „selbstverständlich stehen diese diagnostischen Möglichkeiten allen Patienten zur Verfügung. Besonders interessant sind sie aber für Frauen, da bei ihnen aufgrund häufig eher unbekannter Warnzeichen mögliche Herzprobleme erst spät erkannt werden.“ Brandts betont weiter: „Ein wesentliches Ziel aus kardiologischer Sicht ist die Vermeidung des bis heute zu hohen Anteils diagnostischer Herzkatheter. Durch das Low- Dose Cardio CT steht uns mit erheblich verbesserter Befundvalidität und deutlich reduzierter Strahlenbelastung endlich eine Methode zur Verfügung, die diese Aufgabe erfüllen kann.“ Grönemeyer weiter:„Die CT ist bei uns nicht neu, wir arbeiten seit über 20 Jahren mit Computertomographen. Wobei wir immer bestrebt waren, die Röntgendosis trotz bester Bildqualität so niedrig wie möglich zu halten. Der erste Low-Dose-Volumen-CT, mit dem ein ganzes Organ, wie z.B. das Herz im Bruchteil einer Sekunde ohne Bewegungsartefakte gescannt werden kann, erlaubt uns zusätzliche Einsatzgebiete des CT. Sowohl die Untersuchungszeit als auch die Röntgendosis können mit dieser Technologie drastisch reduziert werden.“ „Das Ziel muss es sein, solch innovative Technologien und die interdisziplinäre Zusammenarbeit einem breiten Patientenspektrum zugänglich zu machen“, sind sich Brandts und Grönemeyer einig.