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Hochkarätige Zertifizierung für Bochumer Perinatalzentrum

16. April 2012 in Kliniken, Veranstaltungen

Frühgeborene und kleine, kranke Säuglinge werden am „Elli“ anerkannt optimal versorgt

Das Perinatalzentrum Bochum im St. Elisabeth-Hospital (Katholisches Klinikum Bochum) wird als Versorgungseinrichtung der höchsten Stufe anerkannt. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat die vorbildliche Erfüllung aller erforderlichen Qualitätskriterien jetzt per Zertifizierungsurkunde bestätigt. Im Vorfeld haben sich die Frauenklinik und die Neonatologie-Abteilung (Neugeborenen-Intensivstation) der Universitätskinderklinik einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Umfangreiche Anforderungen an Anzahl und Qualifikation der ärztlichen Mitarbeiter, der Pflege und der Hebammen mussten dabei genauso nachgewiesen werden wie optimale räumliche und medizintechnische Voraussetzungen. Perinatalzentren werden in drei Stufen unterteilt. Nur solche der höchsten Versorgungsstufe, so genannte „Level-1-Zentren“, dürfen Frühgeborene unter einem Schwangerschaftsalter von 29 Wochen (der Regelfall sind 40 Wochen) und andere Hochrisiko-Geburten entbinden. Das Bochumer Perinatalzentrum ist im Kammerbezirk Westfalen-Lippe erst das dritte (nach Detmold und Datteln) mit dieser wichtigen Auszeichnung. Neonotologie-Leiter Dr. Norbert Teig und Frauenklinik-Direktorin Dr. Katrin Marschner sind sich einig: „Diese hochwertige Auszeichnung erkennt die wohnortnahe Versorgung von Müttern und Neugeborenen aus Bochum, Castrop-Rauxel, Herne, Hattingen und Sprockhövel sowie dem weiteren Umland auf höchstem Niveau an. Darüber hinaus festigt sie den Gesundheitsstandort Ruhrgebiet und die Medizinerausbildung der Ruhr-Universität Bochum.“

Im Perinatalzentrum Bochum wurden im Jahr 2011 fast 1.200 Neugeborene entbunden. Darunter wurden 55 Frühgeborene mit einem Gewicht unter 1.500 Gramm behandelt. Das kleinste entlassene Neugeborene im Jahr 2011 wog bei der Geburt nur 390 Gramm. Das Normalgewicht von Säuglingen beträgt 3.700 Gramm.