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Erstmals Deutschland-Stipendium an hsg-Studentin vergeben

21. Dezember 2011 in Wissenschaft

Leistungen und bürgerschaftliches Engagement überzeugten

Sandra Humm, Studierende der Hebammenkunde an der Hochschule für Gesund­heit (hsg) in Bochum, hat kurz vor Weihnachten die Nachricht erhalten, dass sie mit einem Deutschland-Stipendium gefördert wird. Das einkommensunabhängige Stipendium in Höhe von 300 Euro im Monat richtet sich an Studienanfänger und begabte Studierende, die in ihrem bisherigen Werdegang besondere Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen sowie besonderes bürgerschaftliches Engage­ment gezeigt haben.

Die hsg konnte erstmals ein Deutschland-Stipendium vergeben, nachdem sich im Sommer 2011 die Firma Weleda als Sponsor eines solchen Stipendiums für den Studiengang Hebammenkunde fand. Das Deutschland-Stipendium wird je zur Hälfte von privaten Förderern und dem Bund finanziert. Bis Anfang November 2011 hatten sich zwanzig Studierende für das Stipendium beworben.

Sandra Humm (c)privat
Sandra Humm (c)privat

„Herzlichen Glückwunsch an Sandra Humm. Sie hat uns mit ihrer herausragenden Leistung und ihrem bürgerschaftlichen Engagement im In- und Ausland überzeugt. Wir freuen uns, mit dem Deutschland-Stipendium einer weiteren begabten Studen­tin eine Studienförderung anbieten zu können. Die Bewerbungen um das Stipen­dium haben gezeigt, dass einige Studierende bereits ein breites bürgerschaftliches Engagement vorzuweisen haben. Das hat uns im Rahmen der Auswahl im Präsidium beeindruckt“, erklärte hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs.

Die 20-jährige Sandra Humm (1. Semester Hebammenkunde) erhält das Deutsch­land-Stipendium rückwirkend vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012. Das Fördergeld von monatlich 300 Euro wird für mindestens zwei Semester ver­geben. Bleibt die Studienleistung der Stipendiatin konstant gut oder sehr gut, kann die Förderung maximal für die Dauer der Regelstudienzeit gezahlt werden.

„Ich finde es toll, dass Studierende mit besonderen Leistungen und Engagement gefördert werden und umso mehr freue ich mich, dass ich dieses Jahr als Sti­pendiatin ausgewählt wurde. Während meiner Schulausbildung wirkte ich aktiv an der Gründung eines Jugendchores mit und engagierte mich als Vertreterin der Interessen der Jugendlichen im Vereinsvorstand. Nach meinem Abitur im August 2010 absolvierte ich für ein Jahr einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Indien in einem Schulprojekt mit Kindern, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Seit der Aufnahme meines Studiums im September 2011 engagiere ich mich hoch­schulpolitisch als Vorsitzende der Wahlleitung und als Studiengangssprecherin an meiner Hochschule. Das Stipendium ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk. Ich möchte mir schon seit langem ein Hebammenbuch kaufen und spare auch schon fleißig für den außerklinischen Praxiseinsatz, den ich sehr gerne im Ausland antreten möchte“, sagte Sandra Humm.

Seit dem Wintersemester 2010/2011 wird bereits in jedem der fünf Studiengänge der hsg ein Studierender mit einem NRW-Stipendium gefördert. Auch hier waren besondere Studienleistungen und ein großes soziales Engagement bei der Wahl der Stipendiaten entscheidend. Nachdem das Stipendium im Studiengang Ergo­therapie im vergangenen Semester endete, konnten sich die besten Studierenden des Studiengangs um das NRW-Stipendium bewerben. Die Bewerbung der 22-jährigen Verena Klagges (3. Semester) überzeugte das hsg-Präsidium. Klagges er­hielt vor vier Wochen die Nachricht, dass sie rückwirkend zum 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 mit einem NRW-Stipendium gefördert wird. Die Förder­summe von 300 Euro monatlich wird zur Hälfte von der Darpe Bürocenter GmbH & Co. KG und vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert.

Klagges: „Ich freue mich sehr, dass durch das Stipendium meine Leistung im Stu­dium und mein ehrenamtliches Engagement anerkannt werden. Nach dem Abitur 2009 habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Förderschule in Soest gemacht. Dort habe ich mich um Schüler mit geistiger Behinderung gekümmert. Außerdem bin ich seit vielen Jahren in der katholischen Kinder- und Jugendarbeit am Möhnesee aktiv, seit sieben Jahren als ehrenamtliche Gruppenleiterin. Beson­ders am Herzen liegt mir auch die Aktion Dreikönigssingen. Seit 1998 helfe ich bei der Vorbereitung und Durchführung dieser weltweit größten Hilfsaktion von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche in den ärmsten Ländern der Erde. Wofür ich das Fördergeld ausgeben werde, weiß ich noch nicht genau, aber ich werde mir bestimmt das ein oder andere Buch fürs Studium anschaffen.“

Weitere Informationen zum Deutschland-Stipendium:
http://www.deutschland-stipendium.de/